Vista angeblich das letzte Betriebssystem seiner Art
Laut den Marktforschern von Gartner wird Windows Vista das letzte Betriebssystem seiner Art sein. Zukünftige Versionen werden nach Ansicht der Analysten modular aufgebaut sein und auf die Virtualisierungstechnik setzen, die in neuen Prozessoren enthalten ist.
Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Bei der Entwicklung von Windows Vista hat man sehr deutlich gesehen, dass das Betriebssystem zu komplex ist und man selbst mit tausenden Entwicklern mehr als fünf Jahre für die Fertigstellung benötigt. Geschäftskunden haben aufgrund der Komplexität Probleme, auf das neue System zu migrieren - Microsoft kann aus dem selben Grund keine regelmäßigen Updates veröffentlichen. Dies alles spricht gegen die Politik der Redmonder, langfristige Verträge mit Kunden zu schließen, die regelmäßige Produkt-Updates beinhalten.
Die Lösung für dieses Problem ist nach der Ansicht von Gartner die Virtualisierungstechnik. In aktuellen Prozessoren von AMD und Intel ist diese bereits vorhanden - in Servern gehört sie schon lange zum Standard. Eigentlich versteht man unter der Virtualisierung das Betreiben von mehreren Systemen auf einer Hardware-Plattform. Sie kann aber auch benutzt werden, um einzelne Funktionen oder Anwendungen auszuführen. Die Komponenten des Betriebssystems werden streng voneinander getrennt, was die Verwaltung vereinfacht.
Gartner geht davon aus, dass Microsoft sein Betriebssystem zukünftig in zwei große Bereiche teilen wird. Die "Service Partition" wird für Management- und Sicherheitsfunktionen zuständig sein - die "Application Partition" ermöglicht das grundlegende Arbeiten an einem Computer. Die Marktforscher gehen davon aus, dass es im Jahr 2008 oder 2009 ein großes Update für Windows Vista geben wird, mit dem die Virtualisierung eingeführt wird.
Microsoft hat die Vision von Gartner abgestritten, da es noch einige Bedenken gibt, die nicht so einfach zu lösen sind. Doch die Analysten halten an ihrer Theorie fest. Uns bleibt also nichts anderes übrig, als die Entwicklung der nächsten Windows-Generation abzuwarten.
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