Dell-Laptop-Akkus: Feuergefahr war lange bekannt

Hardware In der letzten Woche mussten der weltgrößte Computer-Hersteller Dell und sein Zulieferer Sony eine bisher einmalige Rückrufaktion starten, bei der 4,1 Millionen Notebook-Akkus ausgetauscht werden sollen. Zuvor war es mehrfach zu Bränden gekommen, die durch fehlerhafte Akkus verursacht wurden. Wie Sony nun mitteilte, wusste man bereits seit mehr als 10 Monaten von den Problemen. Es habe Diskussionen darüber gegeben, ob ein Rückruf vonnöten sei, letztenendes habe man sich aber entschieden, keinen Austausch vorzunehmen, so ein Sprecher.

Erst nachdem die ersten Berichte über explodierende Akkus von Dell-Notebooks bekannt wurden, sah man sich gezwungen, die entsprechenden Schritte einzuleiten. Bereits während der Gespräche zwischen den beiden Unternehmen, die im Oktober 2005 und Februar 2006 stattgefunden haben sollen, kannte man die Ursache für das Brandrisiko.

Während der Herstellung der Akkus in einem japanischen Werk von Sony geriet winzige Metallpartikel, die vermutlich durch Verschleiß der Produktionsmaschinen entstanden, in die Notebook-Stromspeicher. Dadurch kann es zu Kurzschlüssen kommen, bei denen sich die Ladung des Akkus plötzlich unter großer Hitze entlädt.

Inzwischen wurden nach Angaben von Sony bereits Maßnahmen ergriffen, durch die die Zahl und Größe der Metallpartikel minimiert werden soll, um einer Feuergefahr vorzubeugen. Die Rückrufaktion von Dell betrifft Lithium-Ionen-Akkus, die von Sony bis zum Juli 2006 verkauft, aber nur bis Februar dieses Jahres hergestellt wurden.

Bereits im Dezember 2005 musste Dell einen ähnlichen Rückruf starten. Damals waren rund 22000 Akkus betroffen, die zwischen Oktober 2004 und Oktober 2005 verkauft wurden. Damals waren ebenfalls Metallspäne die Ursache.

Da Sony auch andere Notebook-Hersteller mit Akkus beliefert, leiteten unter anderem Fujitsu, Hewlett-Packard und Toshiba Überprüfungen ein. Dabei kam man allerdings zu dem Ergebnis, dass die von diesen Unternehmen verwendeten Akku-Modelle bauartbedingt nicht von den Problemen betroffen sind.

Warum allerdings ein Akku desselben Typs nur in einem Dell-Laptop zu spontaner Explosion neigen sollte, ist nicht nachvollziehbar.

Weitere Informationen: DellBatteryProgram.com
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