Windows-Echtheitsprüfung wird mit Vista verschärft

Windows Vista Microsoft hat mit dem Windows Genuine Advantage Programm (WGA) ein System eingeführt, dass einerseits gegen die illegale Verbreitung von Kopien seiner Produkte vorbeugen soll, dafür aber die Besitzer von legalen Windows-Versionen mit Zusatzangeboten belohnt. Bisher wurde die WGA-Echtheitsprüfung von Windows- und Office-Anwendern nur dann verlangt, wenn diese nicht sicherheitsrelevante Patches oder kostenlose Zusatz-Software von Microsoft installieren wollten. Wie jetzt bekannt wurde, will man das WGA-Programm in Zukunft verschärfen und in weitere Bereiche ausdehnen.

Zu diesem Zweck wird die Echtheitsprüfung tief in Windows Vista verankert und man versucht, bereits bei den Herstellern und Händlern von PC-Systemen gegen möglicherweise illegale Kopien vorzugehen. Konkrete Angaben wurden bisher nicht gemacht, bekannt ist jedoch, dass die Effekte der neuen Aero-Oberfläche von Windows Vista nur nach bestandenem Echtheits-Check zur Verfügung stehen werden (wir berichteten).

Auf Microsofts jährlichem Treffen für Finanzanalysten und der ebenfalls jährlich stattfindenden Partnerkonferenz hat man sich bereits zu den Vorhaben geäußert. Windows Client Marketing-Chef Michael Sievert sagte so zum Beispiel, dass man den Unterschied zwischen einem legalen und einem illegalen Windows-System weiter vergrößern wolle, um die Anwender zum Kauf einer legitimen Ausgabe zu bewegen.

Kevin Johnson, Co-President Platforms & Services, ließ darüberhinaus verlauten, dass man mit den Beta-Versionen von Windows Defender, Internet Explorer 7 und Windows Media Player 11 bereits gezeigt habe, dass diese nach ihrer Fertigstellung für die Installation eine legale Windows-Ausgabe voraussetzen.

Dieser Trend soll nach seinen Angaben mit Windows Vista fortgesetzt werden. Zwar sind die genannten Programme darin bereits enthalten, Aktualisierungen sollen aber nur noch nach bestandener Echtheitsprüfung möglich sein. Weiterhin gibt es laut Johnson eine ganze Reihe von Funktionen in Windows Vista, die man nur nach einem erfolgreichen WGA-Check zugänglich machen will, um den Besitzern einer Originallizenz einen Mehrwert zu bieten.

Johnson machte keine genaueren Angaben worum es sich dabei handeln könnte. Eine Reihe der Funktionen von Windows Vista wird jedoch nur in den teureren Versionen des Betriebssystems zur Verfügung stehen. So sind das Windows Media Center, die Windows Fotogalerie und der Windows DVD Maker nur in den "Home Premium" und "Ultimate" Editionen enthalten. Genau diese Features könnten in Zukunft, ebenso wie die bereits erwähnte neue Oberfläche, nur für Besitzer einer legalen Vista-Ausgabe nutzbar sein.

Kevin Johnson wiederholte den von Sievert bereits geäusserten Anspruch, auf diesem Wege die Nutzer einer illegalen Kopie zum Kauf anregen zu wollen. Die Bemühungen sollen jedoch noch weiter gehen. Man will versuchen, den Anteil der PC-Systeme, die bereits mit Windows Vista und Office ausgeliefert werden, zu steigern. Dadurch soll erhofft man sich neben Mehreinnahmen offenbar auch eine Reduzierung der Häufigkeit von Software-Piraterie.
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