Microsoft öffnet Windows endgültig für Konkurrenten

Microsoft Microsoft hat gestern Abend überraschend eine sehr interessante Pressemitteilung veröffentlicht. Demnach will man Windows zukünftig für Konkurrenten öffnen. Begonnen wird mit Windows Vista, welches Ende des Jahres für Firmenkunden und Anfang 2007 für Heimanwender veröffentlicht wird. Das Unternehmen aus Redmond hat sich selbst 12 verschiedene Regeln in drei Themenbereichen aufgestellt, die für mehr Transparenz sorgen und natürlich Konkurrenten an den eigenen Innovationen teilhaben lassen sollen. Ganz freiwillig wird Microsoft diesen Schritt nicht gegangen sein, denn in den letzten Jahren häuften sich die Klagen, in denen dem Unternehmen Wettbewerbsbehinderung vorgeworfen wird. Erst kürzlich verhängte die Europäische Union eine zweite Rekordstrafe in Höhe von 280,5 Millionen Euro.

"Wahlfreiheit für Computerhersteller und Kunden", "Chancen für Entwickler" sowie "Interoperabilität für Nutzer" heißen die drei Bereiche, in denen sich Microsoft Regeln aufgestellt hat. Vor allem ersteres dürfte sehr interessant sein. Es wird jedem Hersteller von Computern erlaubt, das vorinstallierte Windows anzupassen. Egal ob Firefox statt Internet Explorer, Winamp statt Windows Media Player oder Google statt Windows Live - alles ist möglich.

Auch Entwickler werden zukünftig erweiterte Möglichkeiten haben, ihre Software in Windows zu integrieren. Alle Schnittstellen die von Office oder Windows Live genutzt werden, stehen dann auch den Konkurrenten zur Verfügung. Nach dem Kartellverfahren im Jahre 2002 musste der Konzern die Schnittstellen für die Middleware offenlegen. Da dies großen Anklang fand, will man daran festhalten und noch darüber hinaus gehen.

Windows Live, die Ausweitung des Betriebssystems auf das Internet, soll so gestaltet werden, dass kein Kunde zur Nutzung gezwungen wird. In Zukunft sollen dafür auch keine Gebühren verlangt werden, versprechen die Redmonder. Die Kommunikationsprotokolle sollen zu vertretbaren Konditionen lizenziert werden. Abschließend betonte Microsoft, dass mit zukünftigen Windows- und Office-Versionen zahlreiche Industriestandards unterstützt werden. Ein Beispiel wäre das Open Document Format, mit dem man in Office 2007 arbeiten können wird.

Weitere Informationen: Microsofts 12 Prinzipien (englisch)
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