Google: Produktfälscher sorgen für hohe Strafe

Internet & Webdienste Der Suchmaschinenbetreiber Google muss wegen unlauteren Wettbewerbs und Markenfälschung eine Strafe von 300.000 Euro zahlen. Der Anbieter von Luxuswaren Louis Vuitton hatte Anfang 2005 geklagt und sowohl in erster als auch in zweiter Instanz gewonnen. Google hatte auf seinen Ergebnisseiten Links zu Produktfälschern und zur richtigen Webseite von Louis Vuitton platziert. Schuld daran war das Werbesystem AdWords, welches inhaltsbezogene Werbung einblendet. Auch bei der Suche nach Imitation und Vouitton wurden originale und gefälschte Produktwebseiten gefunden.

Nachdem Louis Vuitton bereits Anfang 2005 geklagt hatte und Google zu 200.000 Euro Strafe verurteilt wurde, legte das Unternehmen Berufung ein. Das Gericht zweiter Instanz erhöhte jetzt die Strafe auf 300.000 Euro. Laut dem Richter wäre das Herausfiltern unerwünschter Webseiten möglich gewesen. Dies zeigen die Suchergebnisse in China, wo es bei politisch unerwünschten Webseiten ja auch klappt.
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