Vista: Bald wieder neue Grafik-Hardware nötig?

Windows Vista Um Windows Vista in seiner vollen Grafikpracht nutzen zu können, müssen viele Anwender zunächst neue Grafik-Hardware erwerben. Doch hat man sich erst einmal eine aktuelle, DirectX9-taugliche Grafikkarte gekauft, um Vista zu verwenden, könnte gleich der nächste Neukauf bevorstehen. Microsoft hat auf der Windows Hardware Engineering Conference 2006, die in der letzten Woche zuende ging, bereits Angaben zu seinen Plänen für das in Windows Vista verwendete "Windows Device Driver Model" (WDDM) gemacht, das derzeit in der Version 1.0 in dem neuen Betriebssystem integriert ist.

Das Unternehmen will erkannt haben, dass die derzeit aktuelle Ausgabe die Ressourcen der Grafikkarte nicht optimal zwischen der installierten Software und Windows selbst verteilt. Im Augenblick bringt das WDDM 1.0 zwar Funktionen mit, um GPU-Tasks zu ordnen, diese sind aber nur rudimentär vorhanden.

Zwar will man diese mit zukünftigen Versionen besser nutzen, doch dafür ist nach Aussage von Microsoft neben einer neuen Grafikkartengeneration auch eine grundlegende Änderung der Methoden nötig, mit denen Windows Grafikkarten anspricht.

Beim WDDM in der Version 1.0 besteht offenbar das Problem, dass sobald ein Programm auf den Grafikprozessor zugreift, alle anderen Anfragen zurückgestellt werden, bis der Prozess beendet ist. Dadurch kann es beim Rendering von Grafiken zu Verzögerungen kommen, die unterschiedlich stark ausfallen, wenn verschiedene Programme gleichzeitig auf die Grafikkarte zugreifen wollen.

Derartige Probleme gab es unter Windows XP bisher nicht. Der Grund dafür ist, dass das "alte" Betriebssystem die Darstellung der Oberfläche über GDI realisiert, wobei es sich um ein 2D-System handelt. Dies bedeutet, dass Windows bisher selbst kaum auf die Ressourcen der Grafikkarte zugreift. Meist nutzen nur Spiele die 3D-Funktionen der GPU. Mit Vista ändert sich dies und man nutzt nicht mehr nur eine 3D-Anwendung.

Will man die durch mangelhaftes "Task-Sharing" auftretenden Probleme lösen, muss mit einer entsprechend ausgestatteten Version des Windows Device Driver Model auch eine neue Generation von Grafikprozessoren verfügbar sein, welche die neuen Funktionen optimal nutzt - diese wird von ATI und Nvidia bereits entwickelt.

Dies alles bedeutet, dass man mit einem aktuellen System, das möglicherweise sogar mit einem "Vista Capable" Logo ausgezeichnet ist, zukünftige Versionen des neuen Betriebssystems, die über WDDM 2.0 verfügen, eventuell nicht voll nutzen kann. Mit Version 2.1 soll das Windows Device Driver Model erneut verbessert werden, dieses soll aber mit der für die Ausgabe 2.0 verwendeten Hardware kompatibel sein, so Microsoft.

Microsoft wollte auf der WinHEC 2006 keinerlei Angaben darüber machen, wann man das neue Windows Device Driver Model 2.0 in Windows Vista integriert werden soll.
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