WinHEC: Microsofts Pläne für Vista im mobilen Einsatz

WinHEC Auf der Windows Hardware Engineering Conference (winHEC 2006) gab es gestern eine Veranstaltung, bei der Microsofts Zukunftspläne zum mobilen Einsatz von Windows Vista präsentiert wurden. Die Redmonder hoffen offenbar, mit Vista neue mobile Nutzungsmöglichkeiten für Computer zu erschliessen. Bisher gibt es eine spezielle Version von Windows XP für Tablet PCs und andere tragbare Geräte mit Touchscreen, wie die sogenannten Ultra Mobile PCs. Mit Vista ändert sich dies, da es keine gesonderte Tablet PC Edition geben wird. Stattdessen werden die für die Nutzung in Verbindung mit einem Touchscreen benötigten Programme und Dienste in der Windows Vista Home Premium Edition integriert sein.

Da dann auch die Business-Variante über derartige Funktionalitäten verfügt, hofft Microsoft, dass immer mehr Anwender auf mobile Computer verwenden, um an vielerlei Orten alle möglichen Aufgaben unterwegs zu erledigen.


Die Grundlage für diese Hoffnungen bieten Marktforschungsergebnisse, denenzufolge der Trend im Markt für Privatkunden immer mehr dahin geht, dass Freizeitaktivitäten und Arbeit mit einander vermischt werden. Hinzu kommt der Bedarf für sicheren Zugriff auf Unterhaltungsmedien und Kommunikationsmittel von unterwegs.

Aus diesen Trends ergeben sich für Microsoft weitere Faktoren, die dafür sorgen sollen, dass diese Pläne aufgehen. So gehen Studien davon aus, dass ab dem Jahr 2006 mehr tragbare Computer verkauft werden, als Desktop-PCs. Hinzu kommt, dass sich die Verkaufszahlen mobiler PCs in den nächsten vier Jahren verdreifachen sollen, während der Markt für Desktop-PCs weiterhin stagniert.

Microsoft und seine Hardware-Partner setzen aus den oben genannten Gründen verstärkt auf die Miniaturisierung von mobilen Computern. Sie erwarten dadurch Wachstum, weil kleinere Geräte mehr Nutzungsmöglichkeiten eröffnen und eine größere Zahl potenzieller Kunden ansprechen.

Letztenendes wird deutlich, dass man in Redmond voll auf den Erfolg der "Ultra Mobile PCs" setzt, da diese eben genau der erwarteten Entwicklung gerecht werden können.


Seit ihrer Markteinführung ist es jedoch wieder ruhiger um die zuvor als "Origami Project" beworbenen Kleinst-PCs mit Touchscreen geworden. Dies dürfte vor allem daran liegen, dass sie bisher kaum im Handel erhältlich sind - mit dem PaceBlade EasyBook P7 ist bisher genau ein einziges Modell in Deutschland erhältlich. Ausserdem handelt es sich bei den aktuellen Geräten um die erste Generation, die vorerst nur im kommerziellen & institutionellen Bereich Verwendung finden dürfte - also in Behörden, Krankenhäusern oder auch Großlagern.

Um im Massenmarkt Erfolg zu haben, müssen zunächst noch einige Hürden bewältigt und essentielle Funktionen hinzugefügt werden. Eine Steigerung der Akkulaufzeit, die bisher bei rund drei Stunden liegt, ist ebenso Grundvoraussetzung, wie ein leichtes Gewicht und eine einfache Synchronisation mit anderen Computern und Zusatzgeräten. Die Aufgabenliste enthält darüber hinaus auch noch bessere Sicherheitsfunktionen, eine einfachere Bedienung und ein schnelleres Ein- und Ausschalten.

Sind all diese Voraussetzungen bewältigt, ergeben sich für Microsoft zahlreiche Einsatzszenarien für mobile Kleinst-PCs wie den UMPC-Formfaktor. Privatkunden sollen Fotos, Filme, Fernsehen, Musik und Spiele in einem handlichen Format nutzen können, während man im Business-Bereich vor allem Kunden ansprechen will, die ohne die Nachteile eines Laptops oder Tablet PCs mobil arbeiten wollen.

In einigen Unternehmen kommen UMPCs heute schon als mobile Helfer des Personals zum Einsatz. So kann zum Beispiel der Aussendienstmitarbeiter einer Versicherung seinen Kunden einfacher seine Angebote unterbreiten und nach Abschluss eines Vertrags die Daten mit dem System seines Arbeitgebers abgleichen - mit einem Gerät das weniger als ein Kilogramm auf die Waage bringt und besser für den "ultramobilen" Einsatz geeignet ist, als beispielsweise ein Laptop.


Um diese Ziele zu erreichen integriert Microsoft zahlreiche nützliche Funktionen bereits in Windows Vista. Häufig genutzte Funktionen will man bei Laptops zum Beispiel über Displays zugänglich machen, die ihm Gehäusedeckel untergebracht sind. Mit Hilfe der Tablet PC Technologie wird die Eingabe von Informationen noch einfacher und durch ein verbessertes Power Management soll die Einsatzdauer weiter gesteigert werden.

Sollen diese Pläne einmal Wirklichkeit werden, müssen vor allem die Gerätehersteller noch einige Arbeit erledigen. Deshalb fordert Microsoft seine Partner dazu auf, sich bereits jetzt auf die Markteinführung von Windows Vista vorzubereiten und die entsprechenden Grundlagen zu schaffen.

Die Unternehmen sollen zum Beispiel dafür sorgen, dass ihre Geräte mit der BitLocker Laufwerksverschlüsselung kompatibel sind, 3G-Mobilfunkkarten integrieren oder auch an den Power Management Fähigkeiten ihrer Produkte arbeiten. Dabei sollen nach Microsofts Vorstellungen wiederum der Trend zu immer kleineren aber dennoch vollwertigen PCs im Mittelpunkt stehen. Die neuen Ultra Mobile PCs will Microsoft auf diese Weise bis Mitte 2007 für Windows Vista fit machen.

Weitere Bilder: WinHEC: Vista Mobil (20 Bilder insgesamt)
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