Vista: Neue Details zu den Hardware-Anforderungen
Wie eWeek.com berichtet, wird Microsoft heute die Hardware-Anforderungen seines neuen Betriebssystems Windows Vista offiziell bekannt geben. Offenbar wollen die Redmonder so den Beginn der WinHEC 2006 vorbereiten, der jährlichen Konferenz für Windows Hardware Entwickler.
eWeek hat nach eigenen Angaben bereits mit informierten Quellen gesprochen und konnte so einige Details zu den Plänen des Software-Riesen in Erfahrung bringen. So will Microsoft offenbar eine spezielle Webseite starten, mit deren Hilfe Kunden herausfinden können, ob ihr System mit Windows Vista genutzt werden kann.
Über diese sogenannte "Get Ready" Webseite will man neben genauen Informationen zu den technischen Voraussetzungen auch ein Software-Tool anbieten, mit dem Anwender auf einfachste Weise ermitteln können, ob ihr Rechner Vista-tauglich ist. Das Programm namens "Upgrade Advisor" soll zunächst in einer Beta-Version angeboten werden und soll auch Tipps geben, welche Hardware aktualisiert werden müsste, um Vista einzusetzen.
eWeek hat offenbar auch bereits einige neue Details zu den Hardware-Anforderungen von Vista erfahren. Microsoft will in Vorbereitung auf die Markteinführung des neuen Betriebssystems eine "Premium Ready" Kampagne starten, bei der Vista-fähige Computer mit speziellen Hinweisen ausgestattet werden sollen.
Laut eWeek muss ein Rechner, der das Vista Ready Logo tragen soll, über einen Prozessor mit einer minimalen Taktfrequenz von 1 Gigahertz, 1 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine Grafikkarte mit mindestens 128 Megabyte Speicher verfügen. Hinzu kommen bestimmte Anforderungen an die Bandbreite der jeweiligen Speichermodule.
Wird ein System als "Premium Ready" zertifiziert, kann der Besitzer davon ausgehen, dass er alle neuen Funktionen und vor allem die neue überarbeitete Benutzeroberfläche "Aero" in vollem Umfang nutzen kann. Generell sollte jeder gut ausgestattete aktuelle PC "Premium Ready" sein, wenn er die oben genannten Anforderungen erfüllt.
Windows Vista kann jedoch auch auf Computern eingesetzt werden, die die Voraussetzungen nicht vollständig erfüllen. Laut eWeek wird Microsoft für diese als "Vista Capable" bezeichneten Systeme einen mindestens 800 Megahertz schnellen Prozessor, 512 Megabyte Arbeitsspeicher und eine DirectX9-kompatible Grafikkarte empfehlen.
Mit einem als "Vista Capable" gekennzeichneten Rechner wird es nicht möglich sein, die neue Oberfläche in all ihrer Pracht zu nutzen, da die Grafikkarte dafür das Shader Model 2.0 unterstützen muss. Hinzu kommt, dass derartige Computer meist nicht über den benötigten Grafikspeicher von 128 Megabyte verfügen.
Microsoft hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach Informationen zu den Hardware-Voraussetzungen von Windows Vista veröffentlicht, aber bisher keine exakten Angaben gemacht. Sobald das Unternehmen diese veröffentlicht, werden wir natürlich darüber berichten.
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