Yahoo wegen angeblichem Werbebetrug vor Gericht

Wirtschaft & Firmen Ein Rechtsanwalt und AntiSpyware-Aktivist hat eine Sammelklage gegen Yahoo eingereicht und beschuldigt den Web-Riesen darin, bezahlte Werbung auf Webseiten "minderer Qualität" und den Homepages von Spyware-Anbietern geschaltet zu haben, statt diese wie zuvor vertraglich festgelegt nur bei "Premium"-Angeboten auszuliefern. Die Klage wurde im Namen verschiedener Werbekunden eingereicht, weil man der Meinung ist, dass Yahoo die Bedingungen der vereinbarten Zusammenarbeit nicht eingehalten hat. Stattdessen soll die Werbetochter der Firma, Overture Services, Premium-Preise berechnet haben, während die Werbung nur auf Spyware-Seiten und Homepages angezeigt wurde, deren Domains Schreibfehler enthalten.

Die an dem Verfahren beteiligten Anwälte fordern von Yahoo eine Rückzahlung der bereits bezahlten Gelder. Ursprünglich sollte die Werbung nur auf hochfrequentierten Webseiten präsentiert werden, darunter Angebote von Microsoft und CNN. Offenbar geht es um Millionensummen. Die Betreiber der Webseiten, auf denen die Werbung letztendlich platziert wurde, waren im April ins Fadenkreuz eines US-Bundesanwalts geraten (wir berichteten).
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