Recht auf Internetzugang für Schwerbehinderte

Internet & Webdienste Im Februar 2006 urteilte das Verwaltungsgericht Stuttgart, dass Schwerbehinderte ein Recht auf einen Internetzugang haben. Somit können sie am Leben in der Gemeinschaft teilnehmen und Beziehungen zur Umwelt herstellen und pflegen.

Geklagt hatte ein Einzelhandelskaufmann, der seit einem Autounfall im Jahr 2000 unter Lähmungen und Sturzgefahr leidet und deshalb kaum außer Haus geht. Die angefallenen Internetkosten wollte er sich vom Landkreis erstatten lassen, jedoch wurde der Antrag abgelehnt. Als Begründung wurde angegeben, dass als Eingliederungshilfe immer nur ein behinderungsbedingter Mehraufwand bewilligbar sei. Laut eigenen Angaben nutzte der Einzelhandelskaufmann das Internet vor allem zu Informationszwecken sowie zur Kommunikation mit Familienangehörigen, die teilweise in Übersee leben.

Das Gericht argumentierte jedoch, dass das Internet heute ein geeignetes Mittel im Sinne der Eingliederungshilfe für dauerhaft Schwerbehinderte sei. Da die meisten Schwerbehinderten nur von der Sozialhilfe leben, dürfen sie laut Richter Raphael Epe nicht dauerhaft abgekoppelt werden und haben einen Anspruch auf einen günstigen Internetzugang mit insgesamt 30 Online-Stunden pro Monat.

Laut heise online ist das Urteil noch nicht rechtskräftig, da am Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg ein Antrag auf Zulassung der Berufung gestellt wurde. Eine Entscheidung darüber ist allerdings noch nicht gefallen.
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Anspruch auf günstigen Internetzugang: scheinbar Telekom analog (kein ISDN) Anschluss. Und 30 Stunden - lächerlich! Die sind doch im Nu weg! Trauriges, armes Deutschland!!!
 
@foofighter: Naja und wer glaubst du dass das zahlt?? Der Staat holt sich das Geld auch wieder vom Steuerzahler! Wenn sowas schon gezahlt wird, dann sollte der Anschluss da sein, um Nachrichten anzuschauen und Infos zu bekommen! Die brauchen dann ned Videos runterladen oder 24Std. online sein oder sich vergnügen - ein richtiger Anschluss kostet auch nicht mehr die Welt! Am besten vieleicht noch ein Premiere-Abo und ne Telefon-Flat dazu oder wie? 30Std pro Monat langen für sowas finde ich! Früher war mit mitm Modem oder ISDN auch nicht recht viel länger im Internet um sich zu Informieren! Sowas sollte nicht übertrieben werden damit es auch dafür verwendet wird, wofür es gedacht ist - sonst hat man wieder missbrauch der ganzen Sachen! Wenn die Leute keinen haben, ist das natürlich schlimm aber ob es besser ist dass die dann nur im Internet surfen??
 
@foofighter: Hi, ich weis zwar nicht, wann du dir das letze mal die Preise für Analog/ISDN angeschaut hast, aber ich kann nur eins sagen, mit DSL ist es viel günstiger als mit ISDN und nem 30h-Tarif. Ich weis wovon ich rede, da ich in meinem Kaff kein DSL bekommen kann. Laut meiner Rechnung würde ich pro Monat mit DSL + Flat ca. 25&$8364: sparen, wobei ich jetzt im moment ISDN + cbc habe. Täglich rund 3-4h online. My 2 cents
 
@valicor: analog kosten 30h etwa 13 Euro per call-by-call. Dafür kannst du grade etwas mehr als die halbe DSL-Grundgebühr bezahlen
 
@malter: Also ich glaub ja nicht, dass 30h vergleichbar mit ner Flat ist....Wenn ich nämlich ne Flat hätt, würd der PC 24/7/365 laufen, damit sichs auch rentiert.


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