Neues Arbeitsrecht in China: Billige Computer adé?

Mit der bevorstehenden Einführung eines neuen Arbeitsrechts in China werden die dort ansässigen 100.000 taiwanesischen Firmen mit strengen Bedingungen im Bereich Personalmanagement und Arbeitslohn konfrontiert. Das neue Gesetz deckt zahlreiche Angelegenheiten in Verbindung mit den Arbeitskräften ab. Dazu gehören Entlassung, Trennungsgeld, Arbeitsunterbrechung, Hilfskräfte und das Wettbewerbsrecht. Selbst die Regelungen in Taiwan sind bei weitem nicht so streng. Zukünftig werden taiwanesische Firmen ihre Mitarbeiter in China nicht mehr rücksichtslos entlassen können, da unter anderem Trennungsgeld für die entlassenen Angestellten gezahlt werden muss, was die Personalkosten natürlich erheblich in die Höhe treibt.

Diverse Personalmanager merkten an, dass es laut der Ausführung des Gesetzes in China schwieriger sein wird, Arbeiter zu entlassen, als in Taiwan selbst. Die Zeiten, in denen billige Arbeitskräfte in China zum Standard gehörten, scheinen gezählt zu sein. Es wird erwartet, dass chinesische Küstenstädte Schwerpunkte für die Durchsetzung des neuen Gesetzes darstellen werden.

Der Entwurf des Gesetzes stimmt mit Chinas elftem wirtschaftlichen 5-Jahres-Plan überein, der das Ziel hat, ein soziales Gleichgewicht herzustellen, die Beziehung zwischen Angestellten und Management zu verbessern, sowie die Arbeitslosenzahlen zu senken. Bei der Ausarbeitung des Gesetzesentwurfs orientierte man sich an bestehenden Varianten aus Deutschland, Belgien und den USA. Der Entwurf wurde am 20. März 2006 veröffentlicht, um Vorschläge und Meinungen aus allen Kreisen darüber zu erhalten. Diese werden dann ausgewertet und eventuell in der fertigen Version umgesetzt. Frühestens im September soll das Gesetz in Kraft treten.

Laut Chou Chang-hsiang, Vertreter der Chung-Hua Human Resources Management Association, wurde der Entwurf veröffentlicht, um Streitereien zwischen Angestellten und Management bezüglich Lohnnachzahlungen zu schlichten sowie zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes. Bisher wurden 5000 Vorschläge zur Veränderung des Gesetzes eingereicht, keiner davon kommt von einer taiwanesischen Firma.

Das neue Arbeitsrecht in China sieht sich selbst als strengstes der ganzen Welt und soll auf alle Business-Bereich angewendet werden. Es soll die bisherigen Arbeitsverträge über ein Jahr abschaffen und stattdessen unbefristete schaffen, womit schrittweise auf eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes hingearbeitet wird. Weiterhin wird darin festgelegt, dass bei einer Aufhebung des Arbeitsvertrages die Gewerkschaft informiert werden muss, die dagegen Widerspruch einlegen kann.

Für die Computerwelt könnte dieses neue Gesetz eine große Veränderung bedeuten. Ein Großteil der Hardware stammt aus China bzw. Taiwan. Da die Produktion aufgrund der höheren Kosten für die Angestellten entsprechend kostenintensiver wird, könnte sich auch der Preis für die Hardware ändern. Wie sich das konkret auswirkt, muss das laufende Jahr zeigen.
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