Apples Vorgehen gegen Fanseiten erneut vor Gericht

Wirtschaft & Firmen Apples Versuch die Berichterstattung einiger Webseiten einzuschränken ist mittlerweile vor dem kalifornischen Revisionsgericht angekommen. Der Einspruch wurde von der Electronic Frontier Foundation (EFF) in Vertretung für einen der betroffenen Blogger angemeldet.

Am 20. April soll erstmals eine Anhörung stattfinden, bei der beide Parteien die Möglichkeit bekommen, ihren Standpunkt gegenüber dem zuständigen Richter darzulegen. Die EFF wird wahrscheinlich wiederholt den Schutz der Quellen der Online-Journalisten und Blogger durchsetzen wollen, während Apple alles darauf setzen dürfte, dass die Betreiber von Webseiten auch in Zukunft mit Hilfe von gerichtlichen Anordnungen zur Herausgabe der Informationen gezwungen werden können.

In dem konkreten Fall geht es um einen Artikel über ein nie veröffentlichtes Apple Produkt namens "Asteroid". Ein anderes Gericht hatte entschieden, dass die Betreiber von Webseiten ihren in der amerikanischen Verfassung festgelegten Quellenschutz verlieren, wenn sie Informationen veröffentlichen, die von einem Unternehmen als Betriebsgeheimnis klassifiziert werden.
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Wenn Apple etwas als "Betriebsgeheimnis" ansieht, dann sollten sie sich doch einfach mehr um interne Löcher kümmern, sodass vertrauliche Informationen erst garnicht in's Netz gelangen. Ein Angriff auf die journalistische Freiheit lässt sich aber absolut nicht dadurch rechtfertigen, dass Apple sich subjektiv verraten fühlt. Wenn sie gegen jemanden vorgehen wollten, dann gegen den/die verantwortlichen Mitarbeiter aber in keinem Fall gegen die Webmaster von unabhängigen Webseiten.
 
@dfx23: Das ist aber die einfachste Möglichkeit, auch wenn sie mehr Geld kostet, was ja bei Appel keine Rolle spielen dürfte, an den "Verräter" ran zukommen. Ich kann dieses Vorgehen schon verstehen. Aber auf der anderen Seite sollte Appel mal ein Betriebsgeheimnis auch als solches pflegen.
 
@oxidizer : Ob das jetzt einfach oder teuer ist steht für mich gar nicht zur Debatte. Ich finde es nur schlicht und einfach nicht in Ordnung, wenn ein großer Konzern kleine Wegmaster angeht, um seine eigenen internen Probleme zu lösen. Apple legt doch sonst immer so einen großen Wert auf ihr Image, da kann ich solch ein Vorgehen noch weniger nachvollziehen.
 
Apple war mir in der Hinsicht schon immer sehr unsympatisch und auch andere Firmen gehen oft diesen Weg. Intel hat es zum Glück etwas weniger drastisch gemacht. Die haben zunächst freundlich angefragt, ob die Seiten bitte doch die Core Duo und Core Solo Logos entfernen würden, anstatt zu Klagen. Aber Tatsache bleibt leider, dass manche Firmen, hier Apple, es nicht hinbekommen Geheimnisse zu wahren und dann verbieten diese zu schreiben. Zudem geht es hier nicht um Betriebsgeheimnisse, die die Umsätze beeinflussen würden oder gar den Ruin der Firma bewirkt hätte, sondern um Produkte, die bald kommen. Erlfkönige dürfen schließlich auch abgebildet werden. WAS SOLL DAS ALSO APPLE!?
 
SO lange es um die Wahrung des Betriebsgeheimnisses geht, finde ich die Klage in Ordnung. Wenn ein Betriebsgeheimnis nach außen dringt, dann hat -evtl- ein Mitarbeiter sein Betriebsgeheimnis nicht eingehalten. Das man dann dem Betrieb, in diesem Fall Apple, seine Quelle offenlegen sollte, finde ich schon sinnvoll.


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