CeBIT: MS Origami ist da - Samsung Q1 & ASUS R1/R2

CeBit Bei unserem heutigen Besuch der CeBIT 2006 interessieren wir uns natürlich vor allem für die neue Plattform der Ultra Mobile PCs (UMPC), die von Intel vorgestern erstmals präsentiert wurde und von Microsoft unter dem Namen "Origami Project" vorab beworben wurde. Seit heute morgen ist auch Microsofts eigene UMPC-Webseite online. Auf der CeBIT präsentieren neben Microsoft und Intel auch einige PC-Hersteller ihre Interpretationen des UMPC-Konzepts. So gibt es bei Samsung und Asus bereits erste Geräte in marktreifer Form zu sehen. Bei Samsung handelt es sich dabei um den "Q1", während ASUS' Modelle die Bezeichnung "R1" bzw. "R2" trägt.

In beiden Systemen kommt zur Markteinführung jeweils ein Intel Celeron Prozessor in Ultra Low Voltage Ausführung zum Einsatz, der mit 900 MHz taktet. Ebenfalls gleich ist bei beiden Geräten die Ausstattung mit dem Intel 915 GMS Chipsatzes, der mit der Intel GMA 900 Grafiklösung kombiniert wird und der 512 Megabyte grosse Arbeitsspeicher.

Ultra Mobile PC (UMPC) CeIT 2006Ultra Mobile PC (UMPC) CeIT 2006Ultra Mobile PC (UMPC) CeIT 2006Ultra Mobile PC (UMPC) CeIT 2006

Beide Hersteller setzen auf 7 Zoll Displays die mit einer WVGA-Auflösung von 800x480 Pixel arbeiten. Die verwendeten Festplatten stammen wahrscheinlich von Hitachi bzw. Samsung selbst und warten in 1,8 Zoll Bauform mit 30 bis 60 Gigabyte Kapazität auf. Gemeinsam ist den Geräten von Samsung und ASUS auch die Ausstattung mit 10/100 MBit LAN, 54 MBit/s WLAN und Bluetooth als Kommunikationsschnittstellen.

Bei den Akkulaufzeiten versprechen die Hersteller ein maximales Durchhaltevermögen von 3,5 Stunden, wobei bei der DVD-Wiedergabe nur etwas weniger als zwei Stunden erreicht werden. Mit der Weiterentwicklung der Akkus für mobile Geräte sollen die Laufzeiten auf bis zu acht Stunden ansteigen.

Als Zubehör bietet Samsung ein Keyboard, das zusammen mit dem Q1 in einer "Organizer-Tasche" verstaut werden kann und so eine homogene Einheit bildet. Optische Laufwerke müssen extern angeschlossen werden. Der Kunde bekommt jedoch ein DVD-Laufwerk mitgeliefert. Optional bietet man zudem eine Halterung für die Windschutzscheibe des Autos und einen 8-zelligen Zusatzakku an.

Speziell bei Samsung setzt man offenbar auf den Faktor der mobilen Unterhaltung. So ist der Q1 von Haus aus mit einem DMB-Tuner ausgestattet. DMB ist einer der beiden neuen Standards für mobiles Fernsehen und befindet sich in Samsungs Heimatland Südkorea schon seit einiger Zeit im Einsatz. In Deutschland laufen derzeit diverse Testprogramme und zur Fussball-WM sollen erste Inhalte ausgestrahlt werden.

Über einen "AutoScale"-Button kann die Auflösung fliessend verändert werden, so dass das Display auch die Auflösungen 1024x600 und 800x600 unterstützt. Die integrierten VoIP-Funktionen von Samsungs UMPC lassen sich praktischerweise über zwei eingebaute Mikrofone verwenden, so dass angeblich eine hohe Sprachqualität ohne Störgeräusche gewährleistet werden kann.

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Bei ASUS bereitet man derzeit sogar zwei UMPC-Modelle für die Markteinführung vor. Sie bieten die bereits erwähnten Funktionen und darüber hinaus besitzen sowohl R1 und R2 einen eingebauten DVB-T Tuner der sowohl analoge, als auch digitale Signale verarbeiten kann. In Kombination mit einer extern anzuschliessenden Antenne, kann man so auch unterwegs Fernsehen.

ASUS bietet seinen UMPC in zwei Varianten an. Neben der normalen Version gibt es auch eine "Deluxe"-Ausgabe. Diese entspricht in ihrer Ausstattung weitgehend dem Standard-Modell besitzt jedoch zusätzlich ein GPS-Modul für die Nutzung als Navigationssystem und ein GlareType-Display, dass eine bessere Darstellungsqualität bieten soll, aber leider in hellen Umgebungen auch massiv reflektiert.

Das Gewicht der ersten UMPCs liegt knapp unter einem Kilo. Während Samsung seinen Q1 mit 779 Gramm angibt, wiegt das Gerät von ASUS nach Angaben des Standpersonals knapp weniger als ein Kilogramm. Bei Intel waren auch auf der CeBIT wieder die vom Intel Developer Forum bekannten Prototypen zu sehen, allerdings nur hinter vorgehaltener Hand. Mit etwas Glück werden wir heute noch die Gelegenheit bekommen, einen genaueren Blick auf funktionierende Geräte zu werfen, da uns ein Interview mit Intels UMPC-Spezialisten Brad Graff angeboten wurde.

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Die ersten UMPCs sollen innerhalb der nächsten Monate in den Handel kommen und sollen anfangs 800 bis 1000 Euro kosten. Langfristig streben Intel, Microsoft und die Hardware-Hersteller Preise von rund 500 Euro an.

Weitere Fotos:
  • Ultra Mobile PC (UMPC) CeBIT 2006
  • CeBIT 2006


  • Weitere Informationen: Microsoft UMPC Website


    Unsere UMPC Videos von der CeBIT (Samsung Q1):

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