Vista: Oberfläche nicht mehr Teil des Kernels

Microsoft Wie unsere Kollegen von Techworld.com erfahren haben, wird die Benutzeroberfläche im nächsten Windows Betriebssystem außerhalb des System-Kernels ausgelagert sein um so die Stabilität und Verlässlichkeit des Systems zu verbessern. Das in Vista enthaltene Grafik-System, welches den Codenamen Avalon trägt, wird aus dem Kernel ausgelagert, da ein Einfrieren der Oberfläche (GUI) bisher häufig auch einen Stillstand des Kernels zur Folge hatte.

Wie Microsoft bereits den Entwicklern angekündigt hat, sollen die meisten Treiber in Windows Vista, inklusive der Grafikkartentreiber, im sogenannten Benutzer-Modus laufen. Dies soll verhindern, dass ein Treiber praktisch alles tun kann was er will - sogar Speicher überschreiben, welcher nicht zum Treiber selbst gehört.

Durch das Verschieben soll das System mehr Stabilität erlangen. Das bisherige Überschreiben des Speichers mit unausgereiftem Treiber-Code führt Berichten von Microsoft zu Folge in zirka 89 Prozent der Fälle zu einem Systemabsturz. Werden die Treiber jedoch, wie in Windows Vista, im Benutzer-Modus ausgeführt, wird durch den unausgereiften Treiber-Code nicht gleich das gesamte System abstürzen.

Die Verlagerung der Benutzeroberfläche (GUI) trägt auch dazu bei, die Oberfläche hardwareunabhängig zu gestalten. Ebenso ist das Betriebsystem dadurch weniger durch sogenannte Kernel-Modus-Malware gefährdet, welche das System zum Absturz bringen oder Daten klauen könnte. Man könnte also sagen, dass Windows dadurch mehr Ähnlichkeit zu Linux und Unix gewinnt, wo die Benutzeroberfläche eine seperate Komponente ist und nicht fest im Betriebsystem-Kernel integriert ist.

Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass die Performance darunter leiden wird. Ursprünglich öffnete Microsoft bereits 1990 den Kernel-Modus für die Benutzeroberfläche. Dies geschah mit der Veröffentlichung von NT4.
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