WinFuture.de Software-Test: Mozilla Firefox 1.5

Software Willkommen zum Software-Test von WinFuture. Jede Woche stellen wir hier ein Programm vor, das etwas außergewöhnlich ist oder sich durch ein bestimmtes Element auszeichnet. In dieser Woche fiel unsere Wahl auf Mozilla Firefox 1.5, den populären Webbrowser. Vor wenigen Wochen ist die Final-Ausgabe des beliebten Internet-Browsers Mozilla Firefox von den Entwicklern zum Download bereitgestellt worden. Wir haben uns das Programm einmal näher angeschaut und Vorteile sowie Nachteile der neuen Funktionen dokumentiert.


Nach der Installation von Firefox 1.5, welche auf unserem Testrechner wie immer reibungslos verlief, wurde anfangs ein kurzer Kompatibilitätstest durchgeführt. Sobald eine Erweiterung oder ein Theme nicht zu der neuen Programmversion kompatibel ist, wird sie deaktiviert und kann erst dann wieder eingesetzt werden, wenn dessen Entwickler ein entsprechendes Update zur Verfügung stellt. Parallel dazu wird praktischerweise gleich eine Überprüfung auf Aktualisierungen gestartet. Die bekanntesten Extensions können in aller Regel aber auch weiterhin benutzt werden.


Zum Hauptaugenmerk gehören vor allem die verbesserten Möglichkeiten zum Aktuellhalten der Anwendung sowie der installierten Erweiterungen und Styles. Das Updatesystem für Erweiterungen und Themes erschien zwar schon in früheren Versionen ausgereift, wurde jetzt allerdings nochmals vereinfacht und verbessert: Jetzt befindet sich unter Extras/Erweiterungen hinter jedem Eintrag, für den ein Update bereitsteht, eine Schaltfläche. Ein Klick darauf lädt die aktualisierte Komponente und installiert sie während des nächsten Programmstarts - die gleiche Technik findet sich ebenso unter Extras/Themes wieder.


Endlich haben die Programmierer auch ein Feature zum Aktualisieren des Browsers selbst eingebaut: Diese prüft nicht nur, ob eine neue Version von Firefox vorhanden ist, sie lädt lediglich die Teile des Codes, die auch wirklich neu sind - das Grundgerüst - also die knapp fünf Megabyte Dateien - bleiben dabei vollkommen unangetastet. Auf diese Weise werden unnötig lange Downloadzeiten verhindert, was besonders bei ziemlich langsamen Internetanschlüssen nervraubend wäre.

Obwohl Firefox durch das Installieren zusätzlicher Erweiterungen gegenüber anderen Browsern immer der flexibelste in Sachen Tabs war, fehlte das Umordnen der Registerreiter mittels Klicken und Ziehen bislang vollständig. Auch hier haben die Entwickler nachgebessert und dafür gesorgt, dass Internetseiten, die dem Nutzer wichtiger sind, zum Beispiel an erster Stelle platziert werden können. Sobald man auf einen Tab mit gedrückter Maustaste klickt und ihn nach links oder rechts zieht und anschließend los lässt, landet er an der gewünschten Position.

Weitere Neuerungen sind die neu gestalteten Fehlerseiten: Sollte eine Webseite auf Grund von Serverproblemen oder Ähnlichem nicht erreichbar sein, wird nun eine optisch ansprechende Fehlermeldung im Browser angezeigt, die auf das Verbindungsproblem hinweist und Tipps gibt, wie der Fehler möglicherweise behoben werden kann. Dabei soll der Nutzer beispielsweise überprüfen, ob die Adresse korrekt eingegeben wurde oder ob eine Internetverbindung besteht.


Positiv aufgefallen ist zudem die wesentlich beschleunigte Vor- und Zurück-Funktion: Anders als bei Vorgängerversionen wird jetzt nicht mehr die komplette Seite gerendert, sondern teilweise im Speicher behalten, was letztlich zu deutlichen Geschwindigkeitssteigerungen beim Navigieren führen kann. Der ganze Vorgang beansprucht so in der Regel nicht mehr als ein bis zwei Sekunden.

Gut gefiel uns der Assistent zum Melden einer nicht richtig dargestellten Webseite: Zu erreichen unter Hilfe/Fehlerhafte Website melden fragt dieser Schritt für Schritt ab, um welche Seite es sich handelt und unter welchen Umständen das Problem auftritt. Danach kann der Bericht an die Mozilla-Entwickler abgesendet werden, die den Fehler entweder in Firefox beheben, oder sich im Falle größerer Firmenwebseiten mit dem Webmaster direkt in Verbindung setzen können, um das Problem zu analysieren. Während des Vorgangs werden laut eigenen Angaben lediglich die Browser- und Betriebssystem-Version, die aktuelle Build-Konfiguration sowie die vom Anwender eingegebene Problembeschreibung übertragen.


Übersichtlicher wird mit Firefox 1.5 auch der Optionsdialog. Die ehemals am linken Fensterrand platzierten Registerreiter Allgemein, Datenschutz, Inhalt, Downloads und Erweitert befinden sich nun am oberen Rand. Darüber hinaus wurde in den Datenschutzeinstellungen aufgeräumt: Nachdem in älteren Versionen eine Art Baumansicht für Unübersichtlichkeit gesorgt hatte, entschied sich die Mozilla Foundation nun für Registerreiter, die die einzelnen Optionen sauber abtrennen. Zu den Neuerungen in den Einstellungen gehört außerdem die Möglichkeit, alle privaten Dateien per Mausklick über das Menü Extras oder per Tastenkürzel Strg+Umschalt+Entf zu löschen. Im unteren Teil des Registers Datenschutz kann der Nutzer passend dazu konfigurieren, welche privaten Daten, wie es etwa Cookies, Download-Chroniken oder gesicherte Verbindungen sind, zurückgesetzt werden sollen. Wahlweise ist es sogar möglich, die privaten Dateien beim Beenden von Firefox automatisch löschen zu lassen.

Zu der Palette an neuen Funktionen zählt ebenso die Überarbeitung des Firefox-Safe-Mode, der zur Behebung von Fehlern im Zusammenspiel mit Erweiterungen oder Themes entwickelt wurde. So hat man ab sofort die Möglichkeit, noch mehr Änderungen vorübergehend zu deaktivieren, um mögliche Probleme damit feststellen zu können. Mit einem Klick können alle Symbolleisten, Lesezeichen sowie Benutzereinstellungen auf die jeweilige Standardkonfiguration zurückgesetzt werden.

In den Release Notes gibt Mozilla an, viele Sicherheitslücken geschlossen sowie anderweitige Bugs aus der Welt geschafft zu haben. Nun sollen auch die Web-Standards SVG, CSS 2, CSS 3 und JavaScript 1.6 uneingeschränkt unterstützt werden, wobei auch der Support für Mac OS X (10.2 oder höher) deutlich verbessert worden sein soll.

Praktisch erschien uns des Weiteren eine neue Funktion im Bereich der Lesezeichenverwaltung: Im Menü Lesezeichen gibt es jetzt einen Eintrag, der das Hinzufügen aller geöffneten Tabs zu den Lesezeichen erlaubt. Auch die RSS-Feeds werden nun automatisch auf den aktuellsten Stand gebracht; der integrierte Popup-Blocker ist verbessert worden und blockiert nun noch mehr unerwünschte Werbefenster.

Weitere Informationen:
Benotung:
  • Bedienung/Übersichtlichkeit: 1,0
  • Funktionen/Möglichkeiten: 1,5
  • Zuverlässigkeit/Stabilität: 1,5


  • Abschließende Note: 1,34 = sehr gut

Einschätzung des Redakteurs:
  • Für Einsteiger und Fortgeschrittene

Alles in allem überzeugt Mozilla Firefox 1.5 durch seine zahlreichen Neuerungen, aber auch durch seine merkbar erhöhte Stabilität. In dieser Release hielten zwar nicht die ganz großen Features Einzug, wie etwa die geplante, hardwarebeschleunigte Darstellung von Webseiten, jedoch gelang es dem Entwicklerteam, Kleinigkeiten zu ergänzen, die man zum alltäglichen Surfen benötigt und die die Arbeit wesentlich erleichtern.

Download: Firefox Setup 1.5.exe (5,06 Mb; WinFuture-Downloads.de)
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