MS: Standard für Anschlüsse mobiler Media-Player

Hardware Der US-amerikanische Verband der Unterhaltungselektronikindustrie CEA hat eine Arbeitsgruppe gegründet, die einen universellen Standard für den Anschluss von Zusatzgeräten an tragbare Unterhaltungselektronik erarbeiten soll. Einer der wichtigsten Unterstützer der Initiative ist der Software-Konzern Microsoft. Die Redmonder werden als einziger Unterstützer namentlich in der Pressemitteilung der CEA erwähnt und ein Microsoft-Mitarbeiter ist Teil der Arbeitsgruppe. Der Grund für die Beteiligung seitens Microsoft dürfte sein, dass man sich mit seiner Windows Media Technologie bisher nicht gegen die Konkurrenz aus dem Hause Apple durchsetzen konnte.

Nun wählt man offenbar einen anderen Weg und versucht die für den iPod erhältlichen Zusatzgeräte, die erheblich zu dessen Erfolg beitrugen, auch für Windows Media taugliche Musik- und Video-Player zugänglich zu machen, indem man einen offenen Standard für den Anschluss dieser Peripherie entwickelt.

Der "Dock" des iPod entstand eigentlich aus einer reinen Bedarfssituation. Apple musste sowohl einen USB- als auch einen Firewire-Port in den teilweise winzigen Geräten unterbringen. Also entschied man sich für einen proprietären Anschluss, der beide Systeme in sich vereint und schuf so gleichzeitig eine Möglichkeit für Dritthersteller Peripherie für den iPod zu entwickeln. Mittlerweile gibt es zahlreiche Ergänzungen, von externen Lautsprechern bis zu iPod-Anschlüssen in Automobilen.

Derzeit gibt es kaum Zusatzgeräte für mit Windows Media kompatible Gadgets, da die meisten Hersteller nur gewöhnliche USB-Ports verbauen. Mit der Einführung eines einheitlichen Standardanschlusses würden die Player automatisch attraktiver für die Hersteller von Zusatzgeräten werden, da so eine breite Kompatibilität gewährleistet wäre.

Apple dürfte dem Ganzen reichlich skeptisch gegenüber stehen, da man um ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber der restlichen Media-Player-Welt fürchten muss. Sollte Apple im Gegenzug seinen eigenen Docking-Port ebenfalls zu einem Standard machen, würde man wenigstens weiterhin Lizenzgebühren einstreichen können.
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