EDonkey Filesharing-Netz in Kürze offline?

Internet & Webdienste Nachdem Grokster sich erst vorgestern aus der Riege der zu illegalen Zwecken nutzbaren Filesharing-Dienste zurückzog und WinMX das gleiche bereits vor einigen Wochen tat (wir berichteten), scheint nun auch EDonkey ein ähnliches Schicksal bevor zu stehen.

Als WinMX dicht machte, schloss EDonkey sein Büro, nun dürfte bald das Netzwerk folgen. In einem Interview sagte Sam Yagan, der Chef von MetaMachine, der Betreiberfirma des EDonkey-Netzwerkes, dass er mittlerweile mit dem Filesharing-Business abgeschlossen habe. Seine grösste Sorge seien die "verstohlenen, im Untergrund operierenden und meist im Ausland befindlichen" Betreiber anderer Filesharing-Netze. Sie hätten nun ihre grösste Konkurrenz verloren, meinte er.

Er und andere Firmen hätten versucht korrekte Lizenzvereinbarungen mit der Industrie zu schliessen und durch ihren amerikanischen Geschäftssitz ordnungsgemäss Steuern bezahlt, meinte er. Nun hat Yagan den Kampf mit der Vereinigung der Musikindustrie und anderen Industrieverbänden offenbar aufgegeben. Die Streitigkeiten haben ihn nach eigenen Angaben bisher rund 10 Millionen US-Dollar gekostet.

Yagan ist der Meinung, dass vielen Filesharing-Diensten nun das Aus drohe, die Technologie aber kaum für immer "eliminiert" werden könne. Es wäre zwar eine Überraschung wenn einer der Netzwerkbetreiber gegen die RIAA ankäme, die Industrieverbände dürften am Ende aber kaum als Sieger aus dem Kampf gegen Filesharing hervorgehen.
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ironie on/..Ich hoffe das in Zukunft alle Brenner verboten werden, denn damit kann man auch Musik kopieren. Ausserdem alle Tapes und sonstige Aufnahmegeräte. Und bevor man Musik hört, sollte man sich allererst bei der Musikindustrie nen Key kaufen.../ironie off
 
@Meryl: dann ginge es auch wieder mit der Wirtschaft aufwerts, wenn die Leute für Kunst und deren Produktion zahlen.
 
@modelcaster: Wie Recht du hast! Ausserdem sollten die CD's nur 1x "abspielfähig" sein und sich dann in Luft auflösen, damit der Nutzer gleich im 10ner Pack seine Lieblingsscheibe kaufen muss. Die Preise könnten sie auch ruhig mal auf zeitgemäße 40-50 €uronen erhöhen. (Schließlich ist die Produktion ja auch nicht umsonst und die Autoren verschlingen sowieso am meisten Geld....) Bei CD-ROMs sollte man noch rigeroser vorgehen und z.B. beim einlegen einer Anwendung gleich den passenden Trojaner mit installieren. (sowas könnte man ja als Rootkit tarnen) Sollte ein(e) Bürger(in) es gar wagen eine Audio-CD in den heimischen PC einlesen zu wollen, sollte das BIOS sofort gelöscht werden und ein permantes "format c:" beim Neustart ausgeführt werden. Hmmmmm.......pro abgespielte Minute im normalen CD-Player könnte man doch auch mal ein Kunststeuer anrechnen. Ach in good old Germany is soviel möglich, schade hab grad keine Zeit mehr für weitere Kreativgedanken, muss noch ein paar Inseln kaufen.
 
@Meryl: solche ideen waren schon mal geplant soweit ich weiss, leider hab ich keine passende quelle parat. Aber es waren die amerikaner wie man sich denken kann. ging um ein verbot von vhs rekordern und ist schon was her.
 
@TwoFace: Das war eine Fake-News die da mal herumgeisterte.


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