Microsoft und Real Networks legen Rechtsstreit bei

Wirtschaft & Firmen Im Dezember 2003 hatte die Firma Real Networks, die vor allem durch den RealPlayer und den dazugehörigen Codec bekannt sein dürfte, eine Klage gegen Microsoft eingereicht, in der dem Software-Konzern vorgeworfen wurde, seine marktbeherrschende Stellung zu nutzen, um Real aus dem Markt zu drängen. Nun haben die beiden Firmen ihre Streitigkeiten beigelegt und eine weitreichende Zusammenarbeit sowie die Zahlung von insgesamt 761 Millionen US-Dollar an Real vereinbart. Für 301 Millionen US-Dollar sollen Reals Produkte in den Angeboten von Microsoft beworben werden. So soll der Rhapsody Musikdienst über MSN Games und Xbox Live Arcade beworben werden. Im Gegenzug integriert Real die Suche von MSN in seinen RealPlayer und bewirbt Windows Media in seinem Rhapsody To Go Angebot. In Zukunft soll der MSN Messenger Anwendern ermöglichen Musik zu hören und zu teilen, wenn man sie sich unterhalten.

Die anderen 460 Millionen US-Dollar werden in Bar an Real Networks ausgezahlt um sämtliche Ansprüche und anderweitige Lizenzprobleme aus der Welt zu schaffen. Real erhält zusätzlich Zugang zu kommenden Windows Media Technologien, um sie in seiner Software zu integrieren.

Durch die Einigung mit Real Networks verbessern sich die Chancen von Microsoft im Verfahren der EU-Kommission wegen Monopolmissbrauch möglicherweise erheblich. Real ist im Augenblick der letzte grosse Gegenspieler von Microsoft in diesem Verfahren, dürfte sich nach dem Abkommen mit MS zurückziehen.
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