Microsoft widerspricht erneut EU-Entscheidung

Microsoft Microsoft hat einen zweiten Einspruch gegen die Entscheidung der Europäischen Union eingereicht, derzufolge die Firma Konkurrenten in den Quellcode seiner Protokolle gewähren muss. Ein Sprecher der redmonder Firma sagte, der Schritt sei Teil eines Abkommens mit der EU, wonach man die Meinungsverschiedenheiten was die Offenlegung des Codes angeht gerichtlich klären lassen will. Im Juni hatte Microsoft Zugeständnisse bei der Offenlegung von Schnittstellen für die Kommunikation mit Servern gemacht. Diese waren erst kurz vor Ablauf eines Ultimatums der EU eingereicht worden. Die EU hatte bemängelt, dass die Firma sich nicht gemäss einer Entscheidung der Europäischen Kommission verhalte, die der Firma eine Strafe in Höhe von 497 Millionen Euro auferlegt hatte, weil Microsoft seine Marktposition missbraucht haben soll, um kleinere Konkurrenten aus dem Markt zu drängen.

Ursprünglich hatte Microsoft sich mit der EU darauf geeinigt Zugeständnisse bei seiner Lizenzierungspolitik für Technologien zu machen. So sollten beispielsweise die Kommunikationsprotokolle, die derzeit lizenzpflichtig sind, zukünftig teilweise von der Lizenzgebühr befreit werden.
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