Frühere Acclaim-Chefs auf 150 Mio. Dollar verklagt

PC-Spiele Fast genau ein Jahr nachdem der Spielehersteller Acclaim Entertainment Bankrott angemeldet hatte, hat der für die Liquidierung zuständige Treuhänder eine Reihe von früheren Mitarbeitern der Firma auf Schadenersatz verklagt, da diese Acclaim als ihr "persönliches Sparschwein" missbraucht haben sollen. Das Verfahren fordert Zahlungen in Höhe von 150 Millionen US-Dollar. Zuvor waren die Geschäftsbücher und Unterlagen der Firma genauestens untersucht worden. Obwohl 15 beschuldigte aufgelistet werden, zielt das Verfahren vor allem auf die beiden Firmenchefs, die die Firma seit ihrer Gründung bis zum Bankrott geführt hatten. Acclaim hatte am 1. September 2004 Insolvenz angemeldet und kurz zuvor 600 Mitarbeiter entlassen.

Den Beklagten wird nun vorgeworfen mit den Finanzen der Firma höchst sorglos umgegangen zu sein, besonders in der Zeit als Acclaim schon in Schieflage geraten war. Unter anderem wird den Ex-Chefs vorgeworfen mit eigenen Zweitfirmen direkt vom Umsatz des Spieleherstellers profitiert zu haben. Bei Rechtsfragen hatten sich die Beiden von der Firma des Bruders eines der Geschäftsführer beraten lassen.
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