Windows 95: Microsofts Weg zum Software-Giganten

Windows Ziemlich genau vor zehn Jahren wollte Microsoft dem Computer-Produzenten Apple mit einem als Windows 95 bezeichneten Betriebssystem Paroli bieten - mit Erfolg, wie die Kundenanzahl und monopolartige Verbreitung der Desktop-Systeme oder vieler anderer Technologien noch heute zu erkennen gibt - eine neue Ära nimmt ihren Lauf. Das IT-Fachmagazin c't berichtete, die halbe Welt stehe kopf. Ob im Funk, Fernsehen oder in der Zeitung, niemand könne den angeblichen Vorzügen von Windows 95 entgehen. Auf den Tag genau am 24. August 1995 stellte Bill Gates, damals noch Leiter des Konzerns, stolzen 2500 Besuchern den vorgeblich neuen Standard vor. Von einer aufwändigen Präsentation kann hier nicht mehr gesprochen werden, mehr von einer unglaublichen Show.

Untermalt von der Single Start Me Up der Gruppe Rolling Stones, das dem Redmonder Großkonzern zirka zwölf Millionen US-Dollar wert war, wurde Fernseh-Star Jay Leno als besonderer Gast auf die Bühne geholt. Pünktlich um 12 Uhr nachts, einer sonst eher ungewöhnlichen Zeit, machten viele Technikläden in den USA Überstunden, um schon jetzt die ersten Disketten und CDs mit dem revolutionierenden Windows 95 verkaufen zu können.

Wie begierig die Leute zum Start auf das neuartige Produkt waren, zeigte damals ein lokaler Fernsehsender in Seattle: Obgleich ein junger Mann keinen Computer sein Eigen nennen konnte, erwarb er das Betriebssystem noch in derselben Nacht. "Ich musste das einfach kaufen. Es ist so hip." Kaum standen die Verpackungen sieben Wochen lang in den Regalen, wurde Windows 95 sieben Millionen-Mal über die Verkaufstheke gegeben.

Heutiger Microsoft-Chef Steve Ballmer hat die Anwandlung vor zehn Jahren noch genauestens im Kopf: "Alle waren vollauf und restlos begeistert. Vom Internet war noch keine Rede. Alles drehte sich um die Clientseite. Dieses Betriebssystem hatte für Hardware- und Softwareentwickler gleichermaßen etwas zu bieten. Es kamen mehrere Ereignisse zusammen und machten die Produkteinführung viel spektakulärer als das eigentliche Produkt selbst."

Auf Grund der hohen Hardware-Anforderungen des neuen Betriebssystems bedeutete das Windows-Betriebsprogramm gleichzeitig den Startschuss für die Hardware-Industrie, die dadurch Prozessoren mit erkennbar schnellerer Rechenleistung herstellen und lukrativ absetzen konnten. Indes wandte sich Microsoft an Entwickler von Programmen für MS-DOS. Genau jetzt wäre eine Programmierung von 32-Bit-Software sinnvoll und absolut profitabel.

Durch die Windows-Technologie im Jahre 1995, die sich zu späteren Zeiten übrigens als unsicher erprobte, war so nicht nur ein größerer Komfort im Büro geschaffen, auch multimediale, grafische Spiele konnten ohne weitere Probleme ausgeführt werden. Das Einzige, was dem Betriebssystem fehlte, war eine ausgereifte Anbindungstechnik ans Internet. Erst über den damals führenden Browser-Produzenten Netscape wurde Microsoft wach gerüttelt.
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