WinFuture.de Software-Test: dvdisaster

Software Willkommen zum Software-Test von WinFuture. Jede Woche stellen wir hier ein Programm vor, das etwas außergewöhnlich ist oder sich durch ein bestimmtes Element auszeichnet. In dieser Woche fiel unsere Wahl auf "dvdisaster".
Sie haben wichtige Daten auf CD oder DVD gebrannt, können aber nicht versichern, ob das Medium im Laufe der Zeit einen Kratzer abkriegt? Das Open-Source-Programm dvdisaster kann von einer noch nicht beschädigten CDs & DVDs eine so genannte Fehlerkorrekturdatei erstellen. Mit Hilfe dieser ist es bei Kratzern möglich, den vollständigen Inhalt zu reproduzieren. Gut ist, dass diese Fehlerkorrekturdatei in vielen Fällen nicht mehr als 15 Prozent des belegten Speicherplatzes auf dem Medium in Anspruch nimmt.
DVDisasterDvdisaster liest beschädigte Daten aus
Dvdisaster wurde ursprünglich für das Betriebssystem Linux und seine Distributionen entwickelt. Kurze Zeit später war auch eine Windows-Version erschienen, die sich jedoch nicht von Aussehen und Funktionsumfang mit der für Linux unterscheidet.

Das Programm steht kostenlos zum Download bereit und dessen Code darf auf Grund der GP-Lizenz verändert werden.


Die Sicherung der Grunddaten des Mediums

Während dem Brennen unserer noch unversehrten Test-CD installieren wir das Tool dvdisaster, dessen Einrichtung problemlos verläuft. Als der Brennvorgang beendet ist, erstellen wir mit wenigen Klicks erst ein Abbild und dann jene Fehlerkorrekturdatei, die zu späteren Zeitpunkten wieder ein bootfähiges Image produzieren soll. Auf unserem Datenträger befinden sich indes verschiedene Dateien, unter anderem Fotos mit über 2 MByte Dateigröße und CAB-Dateien mit mehr als 50 MByte Speicherbedarf.

Unser verwendeter CD-Rohling:
  • Hersteller: ALDI Süd
  • Typ: CD-R
  • Speicherkapazität: 700 MByte

Nachdem wir links oben das Laufwerk, in welches das Medium eingelegt ist, ausgewählt und auf die am rechten Rand platzierte Schaltfläche Lesen geklickt haben, wird uns neben einem mathematischen Koordinatensystem die graphische Figur einer CD gezeigt, die für lesbare Sektoren grüne und für unlesbare Sektoren rote Punkte ausgibt. Das Koordinatensystem verdeutlicht die gemessene Lesegeschwindigkeit während des Vorgangs. Davon ausgehend, dass die CD oder DVD nach dem Brennvorgang keine Beschädigungen vorweist, wird sozusagen ein grüner Kreis dargestellt.

DVDisasterDVDisasterDVDisasterDVDisaster

Den Lesevorgang abgeschlossen, hat man nun die Möglichkeit, einen anderen Speicherort für die Fehlerkorrekturdatei zu bestimmen. Dazu bearbeiten sie den Inhalt des Felds Momentane Fehlerkorrektur-Datei am rechten oberen Rand. Wahlweise können Sie auch einen Datei-Browser benutzen. Sie sollten, bevor Sie durch Klick auf die Schaltfläche Erzeugen die Fehlerkorrekturdatei erstellen, durch die Farbe des Kreises nochmals prüfen, ob auch wirklich alle Sektoren erfolgreich gelesen werden konnten.

Nach der notwendigen Berechnung der Sektorenprüfsummen werden abschließend die Fehlerkorrektur-Daten, das heißt, die eigentliche Datei, erzeugt. Während der erste Vorgang nur ein bis zwei Minuten Zeit kostet, kann das Produzieren der Fehlerkorrekturdatei um bis zu acht Minuten länger dauern. Jetzt liegt, wenn keine weiteren Fehler verursacht wurden, eine Datei mit der Endung ECC in dem von Ihnen zuvor definierten Verzeichnis. Wenn Sie sich dem Vorschlag des Programms angeschlossen haben, finden Sie sie direkt im Programmverzeichnis von dvdisaster.

Brennbares Abbild mit den erzeugten Grunddaten erstellen

Da wir nicht derart lange warten konnten und auch nicht wollten, bis unsere gebrannte Test-CD unvorhergesehen unter das Messer kommt und dadurch beschädigt wird, haben wir dieser mit Sandpapier Schaden in Form von Kratzern zugefügt, sodass mit dem in Windows integrierten Windows Explorer keine Dateien mehr gelesen beziehungsweise gesichert werden könnten. In diesem Fall würde wirklich jedes Datenrettungs-Programm scheitern. Lediglich mit Hilfe von dvdisaster, vorausgesetzt es wurde eine Fehlerkorrekturdatei angelegt, besteht die Möglichkeit, den Inhalt des Mediums wieder für eine weitere Verwendung tauglich zu machen.
DVDisasterUnser Test-Rohling
Legen Sie zunächst Ihr beschädigtes Medium in eines Ihrer Laufwerke ein. Als Nächstes ist es erforderlich, den Speicherpfad der Fehlerkorrekturdatei mit der Endung ECC anzugeben. Wenn Sie zwischenzeitlich jedoch nicht mit dvdisaster gearbeitet haben, ist davon auszugehen, dass die Eintragung im Textfeld korrekt ist.

In unserem Test konnten nachdem wir wie im Sicherungsvorgang auch auf Lesen geklickt haben, verhältnismäßig viele rote Pünktchen, also eine relativ hohe Fehlerrate, festgestellt werden.


Die letzte Aufgabe besteht darin, aus der Fehlerkorrekturdatei und den sichergestellten Beständen von der CD ein möglichst fehlerfreies Image zu rekonstruieren. Dies geschieht durch einen Mausklick auf Reparieren im rechten Bereich des Fensters. Ist die originale CD stark beschädigt, ist es gut möglich, dass die Reparatur einige Zeit in Anspruch nimmt. Sollten jedoch nur ansatzweise Lesefehler oder Ähnliches auftreten, kann schon mit einer Fertigstellung nach plus minus zehn Minuten gerechnet werden.

Sobald sich die meist langwierige Prozedur dem Ende naht, erscheint unter dem graphischen Koordinatensystem entweder die Erfolgsmeldung Alle Sektoren wurden repariert oder der Hinweis Keine vollständige Reparatur möglich, wodurch man letztlich weiß, dass zu viele Fragmente der CD oder DVD unvollständig oder zerstört worden sind. Trotz Letzterem empfiehlt sich, die daraus resultierende Image-Datei zu verwenden und zu brennen, da sie allenfalls weniger schwerwiegende Fehler als das Original aufweist.

Zusätzliche Funktionen

Erwähnenswert ist unter anderem die Vergleich-Funktion: Mit deren Hilfe ist es kinderleicht, das Abbild und die Fehlerkorrekturdatei auf Gültigkeit zu prüfen. Nebst der Abbild- und Ecc-Prüfsumme wird der Anwender auch über die fehlenden Sektoren und den digitalen Fingerabdruck informiert. Diese Daten werden im Programmfenster nebeneinander aufgelistet und können auf diese Weise gut und übersichtlich verglichen werden.

DVDisasterDVDisasterDVDisasterDVDisaster

Hinter dem so unscheinbaren Werkzeugsymbol rechts oben verbergen sich zahlreiche relevante Optionen, die dvdisaster den Vorstellungen des Anwenders anpassen können. Von Nutzen ist beispielsweise das Löschen des angelegten Image, nachdem die Fehlerkorrekturdatei erstellt wurde. Weiter können übergroße Abbilder in mehrere Dateien segmentiert oder die Redundanz der Fehlerkorrekturdatei verändert werden. Außerdem stellt es kein Problem dar, die Systemspeichernutzung zu optimieren.

Fazit: Was vielen Anwendern nicht bekannt ist: Wenn eine CD oder eine DVD beschädigt ist oder anderweitige Lesefehler aufweist, gibt es effektive Möglichkeiten und Lösungen, dem vorzubeugen und den Inhalt zu späteren Zeitpunkten kinderleicht und schnell wiederherzustellen. dvdisaster überzeugt nicht nur durch eine zuverlässige Arbeitsweise, auch Bedienung und Funktionen sprechen mit den von uns gestellten Anforderungen jenes Programms überein.

Download: Dvdisaster für Windows
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