Windows Vista behindert OpenGL

Microsoft Schon seit jeher unterstützen die mit Windows mitgelieferten Grafikkartentreiber lediglich DirectX, nicht aber OpenGL. Dies ließ sich bisher durch die Installation der Treiber des jeweiligen Grafikchipherstellers lösen. Demnächst soll dies aber deutlich schwieriger werden. Wenn es nach Microsoft geht, muss sich der Anwender unter Windows Vista entscheiden, ob er die neue Oberfläche mit Aeroglass-Effekten genießen will, oder Unterstützung für die 3D-Schnittstelle OpenGL braucht. Sobald der mit transparenten Fenstern versehene Desktop aktiv ist, soll OpenGL nur noch durch eine aufwendige Emulation unterstützt werden.

Dafür wandelt eine so genannte Wrapper-Software OpenGL 1.4 Befehle ohne hardwarespezifische Erweiterungen in DirectX Befehle um. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass dadurch zwischen 20 und 50 Prozent Leistung verloren gehen. Dies würde vor allem für Nutzer professioneller CAD-Software ein harter Schlag sein.

Auf der offiziellen OpenGL-Seite http://www.opengl.org/ wird Microsofts Vorhaben so gedeutet, dass der Software-Konzern seine sowieso schon vorhandene Führung, wenn es um eine standardisierte 3D-Schnittstelle geht, entgültig manifestieren will. Vielleicht macht sich Microsoft Sorgen, dass die kürzlich erschienene OpenGL-Version 2.0, die dank Shaderunterstützung technisch zu DirectX 9c aufgeschlossen hat, im Spielebereich wieder ernsthafte Konkurrenz werden könnte.

Relativ zügig meldete sich John Carmack von id-Software, einem Hersteller bekannter, in Deutschland indizierter 3D-Shooter, zu Wort. Das Softwarehaus ist eines der wenigen, die bisher ihre Spiele noch in OpenGL programmierten. Ein englischsprachiges Interview ist auf http://www.beyond3d.com zu finden. Dort meldeten sich auch Dean Sekulic von CroTeam (Serious Sam) und Tim Sweeney von Epic Games (Unreal Tournament) zu Wort. Sie sind sich einig, dass OpenGl auch in Zukunft eine Bedeutung haben wird, da die Schnittstelle zum einen sehr schnell ist und zum anderen sowohl von der Playstation 3 als auch Linux / MacOS unterstützt wird.

Link: Quelle: Heise.de

Link: Interview mit John Carmack von id-Software
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