 Obwohl T-Mobile eine gute Stellung im österreichischen Mobilfunkmarkt eingenommen hat, wird tele.ring, der viertgrößte Anbieter dort, laut den Aussagen von Georg Pölzl bis nächsten Montag vollständig übernommen sein. Pölzl, Leiter von T-Mobile Austria, legte in Absprache mit tele.ring einen Kaufpreis von 1,3 Milliarden Euro fest.
„Es müssen noch einige Vertragsdetails verhandelt werden“, sagte ein Sprecher der Deutschen Telekom in Bonn. So wurde noch kein Kaufvertrag mit dem US-Filialbetrieb Alltel abgeschlossen. Vorsitzender Scott Ford zeigt sich zuversichtlich und rechnet mit einem Abschluss des Verkaufs bis Ende dieses Jahres. Als der Alltel-Vorstand von der Übernahme tele.rings hörte, wurde intern beschlossen, sich von der Beteiligung zu separieren.
Nicht nur die Angestellten sehen unangenehmen Veränderungen entgegen: Während die einen Kunden drastische Preiserhöhungen befürchten, äußern die anderen ungestüme Kritik an der Übernahme: T-Mobile Austria werde weiterhin als „deutscher Konzern“ vernommen. Nachdem die Beschäftigten auf Grund des Aufkaufs androhten, die Arbeit niederzulegen und zu streiken, konnte dies erfreulicherweise noch rechtzeitig verhindert werden.
Die 640 Mitarbeiter bei tele.ring kalkulieren nun sogar eine massenweise Entlassung ein, vorausgesetzt der Kauf würde gelingen. Gleichzeitig würde die Belegschaft gänzlich aufgelöst; von den angebotenen Tarifen für das Festnetz und den Mobilfunk gar nicht zu sprechen. Die Übernahme des österreichischen Anbieters wäre zudem der größte Erwerb der Deutschen Telekom seit VoiceStream, dem heutigen T-Mobile USA, vor fünf Jahren.
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