WinFuture.de Software-Test: TuneUp Utilities 2006

Software Willkommen zum Software-Test von WinFuture. Jede Woche stellen wir hier ein Programm vor, das etwas außergewöhnlich ist oder sich durch ein bestimmtes Element auszeichnet. In dieser Woche fiel unsere Wahl auf "TuneUp Utilities 2006". Im Rahmen des Beta-Tests der TuneUp Utilities 2006 haben wir uns wie nahezu jedes Jahr dazu entschieden, eine kleine Review über die neue Version des beliebten Tuning-Tools zu schreiben. Nicht nur die Neuerungen werden detailliert vorgestellt, auch was unseren Erwartungen nicht entsprach oder bei der Entwicklung übersehen wurde, wird an dieser Stelle erwähnt. Abschließend runden wir unseren Test mit einem kurzen Video, als virtueller Streifzug durch das Programm gedacht, ab.


Was einem sogleich ins Auge sticht: Das Design, insbesondere der obere, kristallblaue Rahmen, die Schaltflächen und die Icons der jeweiligen Tools, ist im Gegensatz zu dem der Vorgängerversionen glasig, schimmernd und daher moderner. Die Unterteilung in die verschiedenen Rubriken Anpassen & Informieren, Aufräumen & Reparieren, Optimieren & Verbessern, Verwalten & Kontrollieren und Daten retten & vernichten hat sich nicht geändert, ebenso wenig kamen neue Komponenten hinzu.

TuneUp SystemControl

SystemControl bringt die meisten und relevantesten neuen Funktionen mit sich. Was viele Anwender schätzen werden, ist die Möglichkeit, Einstellungen für den allseits bekannten Internet-Browser Mozilla Firefox vorzunehmen. So können blinkende Texte und Laufschriften deaktiviert, Fehlermeldungen als Internet-Seiten angezeigt, die Lesezeichen-Sidebar auf die rechte Seite befördert, eingegebene Adressen in der Adressleiste automatisch vervollständigt, diverse Optionen zum Aufklappen von Untermenüs definiert, zahlreiche Konfigurationen zu Popup-Fensern und Javascripten eingestellt sowie die Parallelverarbeitung, die die Ladezeit von Seiten vermindern soll, eingeschaltet werden. Wie gewohnt werden die Veränderungen genauestens protokolliert und können jederzeit wieder über das integrierte TuneUp RescueCenter rückgängig gemacht werden.


Nun kann auch der automatische Start des Windows Messengers bei Windows, Outlook Express und Office Outlook wirksam verhindert werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, diesen vollständig zu deaktivieren, das heißt, eine Ausführung des Programms erst gar nicht zuzulassen. Wer das Tool überhaupt nicht haben möchte, kann es auch restlos vom Rechner löschen lassen. Ein vollkommen unsinniges Feature ist das Abschalten von Warnmeldungen des Windows-Sicherheitscenters. Genau das wird nämlich in der Systemsteuerung unter Sicherheitscenter/Warnungseinstellungen des Sicherheitscenters ändern angeboten. Darüber hinaus ist SystemControl 5.0 im Stande, sowohl die Position der jeweiligen Laufwerksbezeichnungen zu ändern, als auch Dateinamen im Öffnen- und Speichern-Dialog des Windows Explorers mit bereits einmal eingegebenen zu ergänzen.

TuneUp StartUp Manager

Auch beim StartUp Manager hat sich Einiges geändert - mit positivem Eindruck. Neu zum Beispiel ist der Aufgabenbereich auf der linken Seite des Fensters, über den Sie einen neuen Programmstart planen, einen Eintrag deaktivieren beziehungsweise löschen oder seine Starteinstellungen bearbeiten können. Im Kasten darunter wird eine Beschreibung des gerade markierten Eintrags angezeigt. Außerdem hat TuneUp zahlreiche Programme bewertet und sie mit den Gewichten Vertrauenswürdig, Unbekannt, Spyware/Adware und Gefährlich gekennzeichnet. Unbekannte Programme können mit wenigen Klicks über das Internet gemeldet werden, genauso wie Sie Fehleintragungen berichtigen können. Einträge mit der Bewertung Spyware/Adware oder Gefährlich sollten Sie mit absoluter Vorsicht genießen und nach Möglichkeit deaktivieren. Des weiteren werden zur besseren Erkennung anstatt Dateiname und Installationsverzeichnis Programmname und Hersteller angezeigt.


Anmerkung: TuneUp StartUp Manager wurde in Version 2006 mit Abstand am besten weiterentwickelt. Während an DiskCleaner oder RegistryCleaner lediglich kleinere Dinge geändert wurden, ist StartUp Manager dank der Programmbeschreibungen, Bewertungen und der Übersichtlickeit zum wichtigsten Utility der TuneUp-Reihe geworden. Denn nun können sogar Spyware, Adware oder sonstige Schädlinge verlässlich enttarnt und darauf hin aus dem Autostart von Windows genommen werden.

TuneUp Styler 2

Wem es bisher zu mühsam war, Bootscreens mit der Hand zu installieren, und wem StyleXP zu teuer war, wird diese Funktion sicherlich lieben: TuneUp Styler, ehemals TuneUp WinStyler, kann inzwischen den langweiligen Windows-Standard-Screen gegen einen neuen, auch aus dem Hause swissboy, austauschen. Was noch um einiges mehr Gefallen finden wird: Sie können einen eigenen Startbildschirm erstellen, zum Beispiel mit lustigen Fotos von ihrer Familie oder anderen Anlässen. Nebst der Bilder-Suche von Google wird auch angeboten, die Fotos direkt von einer Digitalkamera oder einem Scanner zu beziehen. Als Nächstes müssen die Ausrichtung, mögliche Ränder und die Hintergrundfarbe ausgewählt werden. Abschließend kann, wenn gewünscht, der Ladebalken bezüglich der Optik, den Farben und der Position angepasst werden. Nach einem Klick auf Startbildschirm installieren ist der Bootscreen ausgewechselt. Weiter werden in dieser neuen Version Anmeldebildschirme und Symbolpakete im StartDock-Format, also von unserem Leser swissboy, unterstützt.


Wie auch in der 2004er-Reihe sind diverse Werkzeuge zum Umstellen der Windows-Symbole, zum Einlesen und Reparieren des Symbolcaches sowie zum Wechseln des Anmeldebildschirms und des visuellen Stils an Bord. Damit die Anwender gleich loslegen können und nicht erst stundenlang im Internet nach Bootscreens oder visuellen Stilen suchen müssen, stehen auf der TuneUp-Seite bereits zahlreiche zum Download bereit. Mit rund 70 Themes und ungefähr 140 Startbildschirmen sind Sie bestens gerüstet.

TuneUp DiskCleaner und RegistryCleaner

TuneUp DiskCleaner bekam, das neue Logo ausgeschlossen, nur eine einzige neue Funktion spendiert. Auf Grund großer Beliebtheit des Browsers Mozilla Firefox wird in der neuen Version der Cache des Roten Fuchses in die Suche miteinbezogen. Ein dicker Minuspunkt jedoch ist, dass, genauso wie beim Cache des Internet Explorers, keine Detail-Ansicht vorhanden ist.


TuneUp RegistryCleaner erlaubt nun, Probleme, die bei jeder Prüfung unter den Ergebnissen stehen, sich also durch die Methoden von RegistryCleaner nicht lösen lassen, auf Dauer zu ignorieren. Dazu genügt ein Rechtsklick auf den entsprechenden Eintrag und ein anschließender Klick im Kontextmenü auf Problem ignorieren. Wenn Sie ein Problem wieder aus der Ignorierliste entfernen möchten, müssen Sie unter Datei/Ignorierte Probleme... den jeweiligen Eintrag markieren und auf die Schaltfläche Entfernen klicken.


RegistryCleaner wurde sogar zusätzlich um hilfreiche Scantechnologien erweitert. So werden nun ziellose und unnütze Dateien in Verlaufslisten von beispielsweise Microsoft Office in der Rubrik Verlaufslisten aufgeführt. Außerdem werden Typbibliotheken von ActiveX- und COM-Objekten auf Fehler untersucht und gegebenfalls gemeldet. Ferner werden die einzelnen Parameter in Startmenü-Verknüpfungen auf Existenz und Gültigkeit geprüft.

TuneUp SystemOptimizer und 1-Klick-Wartung

Der Systemratgeber, der Vorschläge zur Konfiguration des Rechners macht, wurde nochmals verbessert und arbeitet nach Angaben von TuneUp nun zuverlässiger. Neu an der Internetoptimierung ist die Unterstützung von Mozilla Firefox. So werden auch bei diesem Einstellungen vorgeschlagen, die nach Ansicht des Tools nicht optimal und unvorteilhaft gesetzt sind.




Auch an der TuneUp 1-Klick-Wartung wurden einige Verbesserungen vorgenommen. Die Version 2004 arbeitete stur und bot dem Nutzer nicht an, über die Probleme, die 1-Klick-Wartung beheben wird, einen kurzen Blick zu werfen. Das hat sich nun geändert: Sobald die 1-Klick-Wartung Probleme beziehungsweise nicht mehr benötigte Dateien gefunden hat, erscheint ein Link mit der Bezeichnung Details anzeigen. Nach einem Klick auf diesen wird ein neues Fenster hervorgerufen, das zum einen die Problemursache angibt, und zum anderen den Anwender selbst entscheiden lässt, ob die Aktion durchgeführt werden soll oder nicht.

TuneUp Process Manager und Registry Editor

Meist ist es schwierig, Prozesse durch Dateinamen oder Verzeichnisangaben einem Programm oder einem Dienst zuzuordnen. TuneUp Process Manager verfügt jetzt über eine Datenbank, die das Programmsymbol, den Programmnamen, den Hersteller und das Installationsverzeichnis am unteren Rand des Fenster anzeigt. Dadurch wird eine Verwechslungsgefahr zwischen verschiedenen Anwendungen ausgeschlossen. Weitere Details des Prozesses, wie Typ, Speicher und Priorität, können mit einem Klick auf Details anzeigen auf den Bildschirm gebracht werden.




Im Gegensatz zu den anderen Komponenten verursachte TuneUp Registry Editor die meisten Abstürze und Fehlermeldungen. Schon beim Start bekamen wir eine Dialogbox, die über einen schwerwiegenden Fehler berichtete, angezeigt. Im Programm selbst war es nicht merklich besser: Die Verzeichnisbäume der Schlüssel konnten nicht aufgeklappt werden, lediglich über die Suche war es möglich, diese zu öffnen. An Neuerungen bietet Registry Editor das intelligente Springen zu Registrierungsschlüsseln. Wenn man versehentlich zu einem nicht mehr existenten Schlüssel springt, wird, anstatt eines Fehlerreports, der nächst stehende Key angesteuert.

Note: (1,0 + 1,0 + 1,5 + 2,0 + 1,0 + 1,5 + 1,5 + 1,5 + 2,5) : 9 = 1,5

Die TuneUp Utilities 2006, eine vielseitig einsetzbare Werkzeug-Sammlung, beherrschen alles, was der private Anwender alltäglich begehrt. Durch die zahlreichen Neuerungen hat sich das Programm ein weiteres Mal zum Schweizer Taschenmesser für den Computer gemausert und gleichsam bewiesen, dass auch Open-Source-Produkte nicht außerhalb der Wellenlänge liegen, ganz im Gegenteil.
Fazit: Wer probiert, der profitiert.

Kostenloses Video: TuneUp_Utilities_2006_Video.zip (4,4 MByte)
Screenshots: TuneUp Utilities 2006
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