Prozess gegen Sasser-Vater - Urteil am Donnerstag

Zu Beginn des Prozesses gegen den Programmierer der Würmer Sasser und Netsky hat der 19-jährige Angeklagte nun gestanden, den Schädling ins Leben gerufen und verbreitet zu haben. Obwohl sich der Schaden eigentlich im Millionenbereich bewegt, geht es nach der offiziellen Anklageschrift lediglich um 130 000 Euro. Der Aussage der Oberstaatsanwältin Silke Streichsbier zu Folge hätten sich bisher 143 Betroffene gemeldet, wogegen Anzeigen größerer Firmen nicht aufgenommen werden mussten. Denn wenn an die Öffentlichkeit geraten würde, dass diverse Unternehmen von vornherein keine ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen getroffen hätten, würden schnell einige Kunden abspringen und zum Konkurrenten wechseln. Außerdem fördert dieses Verhalten das Image der Hersteller in keiner Weise. Die Verhandlung findet auf Grund des Jugendstrafrechts unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Der Teenager aus Waffensen wird in Anbetracht der aktuellen Lage eine Jugendstrafe ohne Aufenthalt in Gewahrsam erhalten. Nur wenn er weiter Interesse in die Kriminalität via Internet steckt, käme eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren in Frage. Wahrscheinlicher sind Jugendarrest oder eine Verwarnung. Obwohl sich 173 Zeugen haben finden lassen, werden nach bisherigem Erkenntnisstand nur fünf davon gehört. Dies ist nötig, um wie geplant am Donnerstag das Urteil verkünden zu können.
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