WinFuture.de Software-Test: nLite

Software Willkommen zum Software-Test von WinFuture. Im Gegensatz zu den anderen Tests werden wir heute ein Programm vorstellen und ein weiteres, noch unbekanntes Tool miteinbeziehen, das unseren Testkandidaten ergänzt. In dieser Woche fiel unsere Wahl auf "nLite". Was ist nLite?

nLite entstand im Jahr 2004 und bietet Anwendern seitdem eine Umgebung zur Modifikation der Windows-Installations-CD. Mit Hilfe eines Assistenten kann ein Service Pack integriert, Komponenten, wie zum Beispiel Outlook Express, herausgenommen, eine unbeaufsichtigte Installation erstellt, Treiber und Sicherheitsupdates miteinbezogen und zusätzliche Einstellungen, die Sie normalerweise über die Systemsteuerung vornehmen müssten, gesetzt werden. Zum Schluss kann ein ISO-Image erstellt werden, das schließlich mit Brennprogrammen von Drittherstellern auf CD gebrannt werden muss.


Hier kommt die Frage auf, was dadurch letztendlich erreicht werden kann. Da optionale Komponenten von vornherein aus der Installation ausgeschlossen werden können, wird die eigentliche Größe des ISO-Images, und damit auch die Installationsdauer, erheblich verringert. Wenn man die unbeaufsichtigte Installation aktivieren möchte, müssen einige Angaben wie Name oder Seriennummer gemacht werden. Das hat aber später bei der Installation den Vorteil, dass keine Tastatureingaben mehr erforderlich sind und das Setup auch in Abwesendheit des Nutzers vollzogen werden kann.

Der Test - was nLite in Wirklichkeit taugt.

Nachdem wir die rund 1 MByte große Setup-Routine von nLite heruntergeladen und das .NET Framework von Microsoft aufgespielt hatten, starteten wir das Programm und wählten zunächst die deutsche Sprache aus. nLite ist im Stande, die Dateien der Betriebssysteme Windows 2000, Windows XP, Windows Server 2003 und Windows XP Pro 64bit zu verändern. In einem kleinen Kasten werden Versionsnummer, in unserem Fall 1.0 Beta 4, Homepage und E-Mail-Adresse des Entwicklers angezeigt. Durch einen Klick auf Weiter wird der Vorgang fortgesetzt.


Anschließend muss dem Tool gezeigt werden, wo die Windows-Installations-Dateien liegen. Zu beachten ist, dass sich die Dateien auf der Festplatte befinden müssen und nicht direkt von einer CD gelesen werden können. Klicken Sie Suche... und wählen Sie das Verzeichnis aus, in dem sich unter anderem der Ordner I386 befindet. Nach einem Klick auf OK werden die Windows-Version, die Sprache, der Pfad, die Größe und der noch verbleibende Speicherplatz auf der Festplatte angezeigt. Mit einem Klick auf Weiter gelangen wir zum Aufgabenbereich, in dem definiert werden kann, ob beispielsweise Treiber integriert oder Komponenten entfernt werden sollen. Zwei Schaltflächen am unteren Rand des Fensters helfen, entweder alle oder gar keinen Eintrag zu markieren.

Wer bereits zuvor mit nLite arbeitete, hat nun die Möglichkeit, eine Vorlage zu importieren, die nochmals überarbeitet oder in der gespeicherten Form in ein ISO-Image gepackt werden kann. Nach einem Klick auf Weiter können wir ein Service Pack, das meist mehrere Patches von Microsoft zusammenfasst und weitere Sicherheits-Features beinhaltet, in die Installation miteinbringen. Auch hier muss wieder über Suche die Datei, in diesem Fall eine EXE-Datei, ausgewählt werden. Die Dateien werden sogleich dekomprimiert und integriert.


Wenn das Service Pack aber speziell im Bereich Sicherheitsupdates nicht mehr auf dem aktuellsten Stand ist, wird mit dem Punkt Hotfix Integration Abhilfe geschaffen. In unserem Test wurden aber leider auch andere, nicht Update spezifische Dateien ohne Fehlermeldung oder ohne einen Hinweis der Liste hinzugefügt. Wem das einzelne Zusammensammeln über das Microsoft Download Center zu mühsam ist, kann sämtliche Fixes auch in Verbindung mit einem inoffiziellen Update Pack laden, dieses entpacken und dann die Patches per Hand in die Liste aufnehmen. Drei Update Packs, mitunter auch das German-nLite UpdatePack, können sogar ohne zusätzliches Extrahieren eingefügt werden.


Ebenso ist die Integration von Treibern ein nützliches Feature, denn auf diese Weise erspart man sich das mehr oder weniger lästige Nachinstallieren und kann sofort loslegen. Alle Ordner und Dateien, die sich im gleichen Verzeichnis wie die INF-Datei befinden, werden berücksichtigt und ebenfalls in das Image gepackt. PNP-Treiber können sogar abschließend aus dem Cache gelöscht werden.

Eine Funktion, die mit Vorsicht zu genießen ist, ist das Entfernen von Windows-Komponenten. Das Problem nämlich ist, dass Microsoft die kleinen Zusatzprogramme, die während der Windows-Installation aufgespielt werden, mit wichtigen Systemdateien verknüpft und voneinander abhängig gemacht hat. Doch auch hier hat sich nuhi, der Entwickler von nLite, bemüht, diese Möglichkeit, auf gut Deutsch ausgedrückt, möglichst idiotensicher zu gestalten. Sobald Sie auf Weiter klicken, erscheint ein kleines Fenster mit dem Titel Kompatibilität. Über diesen Bereich können Sie nLite mitteilen, welche Software- und Hardware-Komponenten sie benötigen. Wenn Sie beispielsweise einen Drucker haben und den Eintrag markieren, später aber aus Versehen eine in Zusammenhang mit diesem stehende Funktion deaktivieren wollen, wird das nur durch eine Fehlermeldung quittiert und keine Aktion ausgeführt.


Alle Komponenten zu nennen, die aus der Installation ausgeschlossen werden können, würde den Rahmen sprengen. Zumindest die zusätzlichen, je nach Verwendung optionalen Ordner sind erwähnenswert. Wer zum Beispiel die Windows Support Tools nicht benötigt, kann das Verzeichnis support ohne weiteres herausnehmen. Nachdem man eine Kategorie geöffnet hat, werden, sofern man mit der Maus über einen untergeordneten Eintrag fährt, eine detaillierte Beschreibung und der freie Speicherplatz, der durch die Entfernung entstehen würde, angezeigt. Die Beschreibungen sind leicht verständlich und von der Länge her genau richtig. Außerdem erfährt der Anwender, ob andere Komponenten von dieser Funktion abhängig sind.


Eine überaus praktische Eigenschaft von nLite offenbart sich an dieser Stelle: Die unbeaufsichtigte Installation, englisch unattended installation. Vorerst kann zwischen fünf verschiedenen Modi der unbeaufsichtigten Installation gewählt werden. Diese unterscheiden sich meist zwischen einer Installation, die absolut keine Eingaben erfordert, zwischen einer Installation, die am Ende eine Bestätigung abwartet und zwischen anderen, für den Gelegenheitsnutzer weniger bedeutungsvollen Typen - eine genaue Beschreibung der jeweiligen Modi kann direkt im Programm selbst eingesehen werden. Während sich das erste Register mit dem PC-Typ, der Seriennummer, dem Programm-Pfad, dem Windows-Pfad, dem Auto-Login des Administrators, dem klassischen Startmenü, dem klassischen Theme, dem Ruhezustand und der Installation von IIS befasst, werden unter dem zweiten Registerreiter Optionen zur Lizenz, zur Systemwiederherstellungsgröße und zu netwerk-spezifischen Sachen angeboten. Persönliche Daten wie Name, Computername, Organisation, Arbeitsgruppe oder Sprache müssen in der vierten Kartei eingegeben werden, wogegen sich in der fünften und letzten diverse Einstellungen zur Farbtiefe, Bildschirmauflösung und Aktualisierungsrate befinden. Durch einen Klick auf Weiter werden unsere Daten übernommen.


Unter dem Kriterium Patches stellt nuhi eine Funktion bereit, die das Setzen von Optionen erlaubt, die nicht über die Registrierungsdatenbank geändert werden können. Dazu zählen beispielsweise die maximalen, gleichzeitig halboffenen TCP-/IP-Verbindungsversuche, auch bekannt als TCP-/IP-Patch, die USB-Infrarotmaus-Frequenz, die unsignierte Themenunterstützung, wiederum bekannt als UXTheme Patch, und der Systemdateien-Schutz. Durch die Häkchen Ändern beziehungsweise Aktivieren oder Deaktivieren können diese Einstellungen gesetzt oder vollständig abgeschaltet werden. Darüber hinaus wird eine kleine Beschreibung angezeigt, die dem Anwender erklärt, welche Aufgabe die jeweilige Funktion erfüllt.


Obwohl man einige Einstellungen schon über die unbeaufsichtigte Installation vornehmen kann, existiert in nLite ein weiterer Bereich, in dem sowohl System- und Optikoptionen festgelegt, als auch sämtliche Dienste abgeschaltet werden können. So ist es möglich, den Pfad der Windows-Benutzerprofile umzuändern, den Accountnamen des Administrators umzubenennen, die driver.cab neu zu komprimieren und die Nachricht Drücken Sie eine beliebige Taste... beim Booten auszublenden. Weitere Tweaks, wie man sie auch von der Systemsteuerung, von diversen Tuning-Tools oder von der Registrierungsdatenbank kennt, finden sich in der gleichnamigen Rubrik. Für die Konfiguration der Dienste empfiehlt es sich, sich die Arbeitsweise des Tools Windows-Dienste abschalten näher anzusehen, um dieselben Dienste außer Kraft setzen zu können.


Nun wird die eigentliche Erstellung des bootfähigen ISO-Images gestartet. Der Reihe nach werden die Tasks abgearbeitet. Sobald der Vorgang beendet ist man auf Weiter klickt, können das ISO Label und die Attribute definiert werden. Abschließend erscheint eine Bestätigungsmeldung, die neben den Credits auch noch darauf hinweist, dass Sie, falls Probleme mit der modifizierten Version von Windows auftreten sollten, keinesfalls den Support von Microsoft in Anspruch nehmen sollten.

Die Features im Überblick:
  • Integration eines Service Packs
  • Komponenten entfernen
  • Unbeaufsichtigte Installation
  • Integration von Treibern
  • Integration von Updates
  • Windows-Einstellungen
  • Erweiterte Optionen (Patches)
  • Erstellung eines ISO-Images

nLite, das Windows-Reduktions-Tool schlechthin, ist der Klassiker unter den Tools, die eine maßangefertigte Windows-Setup-CD erstellen können. Obwohl ein Assistent zur Seite steht, richtet sich nLite, auch angesichts seiner Möglichkeiten und den verwendeten Ausdrücken, eher an fortgeschrittene Anwender. Der Nutzer profitiert aber nicht nur von einer schnelleren Installation, auch während des Betriebs sind deutliche Performancegewinne merkbar.

Homepage: www.nliteos.com

Lizenztyp: Freeware/Kostenlos
Download: nlite1.0b4i.exe (1135 KByte)

Support-Forum: www.german-nlite.de



BurnISO - ISO-Dateien brennen

Alles gut und schön - aber was kann man mit einem ISO-Image denn nun machen? Sie benötigen ein Programm, das das Image auf CD brennen kann. Ein Klassiker in diesem Bereich ist BurnISO, das quasi unter allen Windows-Betriebssystemen eingesetzt werden kann, keine weiteren Treiber voraussetzt und kostenlos ist.

Während in einer großen Textbox das aktuelle Programm-Protokoll angezeigt wird, kann in der Liste darunter das Brennerlaufwerk ausgewählt werden. Beim Festlegen der Geschwindigkeit aber hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen. Denn wenn wir die Liste herunterklappen wollen, reagiert das Programm zunächst gar nicht, einige Sekunden danach klappt die Liste auf und sofort wieder zu. Als Standard ist Max, also die höchste Brenngeschwindigkeit, die der Brenner überhaupt erreichen kann, definiert.


Bevor man den eigentlichen Brennvorgang durch einen Klick auf Burn starten kann, ist es erforderlich, den Speicherort des ISO-Files anzugeben. Den Fortschritt erkennt man an dem Ladebalken, der rechts von der Speed-Drop-Down-Liste platziert ist. Wer mit der abgeänderten Windows-Setup-CD vorerst nur experimentieren möchte und dazu mehrere Versuche benötigt, kann sein Image auch auf ein wiederbeschreibbares Medium brennen und dieses mit Hilfe von BurnISO wieder löschen.

BurnISO eignet sich zum simplen und schnellen Brennen von ISO-Images, Einstellungen werden jedoch nicht geboten. Diejenigen, die zwischendurch immer wieder eine bootbare CD erstellen wollen und keine weiteren Ansprüche stellen, werden damit im Großen und Ganzen zu Recht kommen, auch wenn das Programm selbst etwas rudimentär wirkt. Ein Pluspunkt wiederum ist, dass BurnISO nichts kostet.

Homepage: ghosthunter.gh.funpic.de

Lizenztyp: Freeware/Kostenlos
Download: burniso.zip (261 KByte)
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