IBM gibt Spezifikationen des Cell-Prozessors frei

Hardware Diverse Presseagenturen berichten heute, dass IBM heute die Details der neuen "Cell" genannten Prozessoren der Öffentlichkeit präsentieren wird. Dieser Schritt ist Teil von IBMs Strategie, die Open-Source-Gemeinschaft zu unterstützen. Die Präsentation wird in Barcelona stattfinden und soll es zahlreichen freien Entwicklern ermöglichen, Applikationen für den Cell zu entwickeln, bis er im nächsten Jahr auf den Markt kommen soll.

Der "Cell" wird im Augenblick von IBM gemeinsam mit Sony und Toshiba entwickelt und verfügt über neun Rechenkerne. Der Chip soll zunächst vor allem in Sonys neuer Spielkonsole PlayStation 3 zum Einsatz kommen, während IBM auch mit dem Einsatz in Supercomputern, auf dem medizinischen Gebiet oder auch bei militärischen Geräten rechnet.

IBM geht mit seiner Freigabe der Details neue Wege, da man Lizenznehmern keine Gebühren berechnen will und ihnen auch keine Geheimhaltungsabkommen auferlegen wird. Einer der Entwickler des Cell-Prozessors sagte, man werde praktisch der Open-Source-Gemeinschaft vier Jahre Entwicklungsarbeit übereignen. Einen Unterschied zu Produkten wie Linux gibt es jedoch: die Lizenz erlaubt es nicht, mit dem Produkt umzugehen wie man möchte - IBM behält sich das Recht vor die Chips herzustellen. Unterdessen gab es auf dem diesjährigen LinuxTag bereits ein Linux-System auf Cell-Basis zu sehen.
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