WinHEC: Tag 1 - Longhorn, NGSCB und Displays

WinHEC Vor einigen Stunden ging der erste WinHEC-Tag zu Ende. Diese News soll Ihnen einen kleinen Überblick über die wichtigsten Geschehnisse geben. Leider können wir von WinFuture nicht persönlich Vorort sein (Seattle, USA) - wir stehen jedoch im Kontakt einigen Personen die zur Zeit die WinHEC besuchen.

Bereits am gestrigen Morgen tauchten die ersten Screenshots vom Windows XP Nachfolger Codename "Longhorn" auf (WinFuture berichtete). Die Version mit der Buildnummer 5048 wird an alle Besucher sowie MSDN-Abonnenten verteilt. Da Seattle acht Stunden hinter uns liegt, müssen erste Kopien bereits vor dem offiziellen Startschuss in Umlauf gekommen sein. Wie auch im letzten Jahr hat es nicht lange gedauert, bis eine ISO-Datei der Longhorn-DVD im Netz aufgetaucht ist.

Windows Longhorn Build 5048Windows Longhorn Build 5048Windows Longhorn Build 5048Windows Longhorn Build 5048

Von zahlreichen hochrangigen Microsoft Mitarbeitern, darunter auch Bill Gates, war bereits in der Eröffnungsrede (Keynote) einiges Interessantes über die Zukunftspläne des Redmonder Konzerns zu erfahren. So plane man mittelfristig den kompletten Umstieg auf 64-Bit. Sämtliche Client- und Server-Produkte sollen zukünftig in einer 64-Bit Version verfügbar sein. Den Anfang macht Microsoft schon diese Woche mit Windows XP x64 Edition. Hier haben Besitzer einer 32-Bit Windows XP Version noch die Möglichkeit kostenlos auf die 64 Bit Variante umzusteigen (WinFuture berichtete).

Nach der Keynote, die weltweit live im Internet übertragen wurde, hatten Anwesende die Möglichkeit sich alle vorgestellten Produkte noch einmal aus nächster Nähe anzusehen und mit verschiedenen Executives zu sprechen.

So äußerte sich Windows-Chef Jim Allchin gegenüber einigen Pressevertretern auch zum Thema "Next Generation Secure Computing Base" (NGSCB), früher unter dem Namen Palladium bekannt. NGSCB / Palladium war in der Vergangenheit auf großen Widerstand gestoßen da Kritiker eine Koppelung mit Digitalem Rechtemanagement (DRM) befürchteten. So soll NGSCB jetzt nur noch in einer "abgespeckten" Version mit dem nächsten Windows-Betriebssystem (Longhorn) realisiert werden.

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"Wenn Sie ihr Laptop in einem Taxi verlieren, kann niemand an ihre Daten", so Windows-Chef Jim Allchin. Festplatten-Inhalte werden unter Zuhilfenahme eines NGSCB-Hardware-Chips verschlüsselt. Der Zugriff auf vertrauliche Daten soll somit für Fremde unmöglich sein. Die für die "Secure Startup"-Funktion notwendigen Chips sind bereits auf dem Markt, im Sommer soll mit dem Trusted Platform Module 1.2 eine neue Version eingeführt werden. Hewlett-Packard hat bereits angekündigt, einen Rechner mit dem Chip auf den Markt bringen.

Selena Wilson, Director of Product Marketing von Microsofts Sicherheits-Abteilung sagte gegenüber der Presse, dass man an den anderen Aspekten der Sicherheits-Architektur arbeite. Einen genauen Zeitplan wolle man aber bisher noch nicht nennen.

Neben allerhand Neuigkeiten über die Windows-Zukunft gibt es aber auch zahlreiche andere interessante Dinge zu sehen. So zeigt nVidia ein Flash-Drive mit dessen Hilfe ein Computer in fünf Sekunden gebootet sein soll. Der Laptop stellt dabei den zu startenden Rechner dar, der angeschlossene PC simuliert den Flash-Speicher.

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Sehr interessant fanden wir auch die so genannten Auxiliary Displays. Diese sollen das Abfragen von Daten ermöglichen, auch wenn der Computer nicht eingeschaltet ist. Die entsprechenden Daten werden dabei auf einen speziellen Chip übertragen, der eine ständige Stromversorgung hat. Muss auf zusätzliche Daten zugegriffen werden, wird der Rechner automatisch gestartet und holt sich die benötigten Informationen. Auxiliary Displays soll es für verschiedene Rechnertypen geben - auch für Server und Notebooks. Einige Beispiele finden Sie auf den nachfolgenden Fotos.

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Zu guter Letzt wollen wir noch auf einen Funk-USB-Stick eingehen. Dieser ermöglicht es, Daten zu übertragen ohne den Stick dabei direkt mit dem Computer verbinden zu müssen. Entspreche Hardware soll künftig auch in Handys und Smartphones verbaut werden, um Daten besser - und vor allem kabellos zu synchronisieren. Wo genau die Unterschiede, z.B. gegenüber Bluetooth, liegen ist leider bisher noch nicht bekannt.

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Wie auf jeder größeren Computer-Messe, sind natürlich auch wieder zahlreiche Hersteller angetreten, die Ihre Designstudien in Sachen Computergehäuse zeigen. Große Neuheiten gibt es hier aber wohl eher nicht zu sehen.
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