Longhorn Server - Erste Details

Windows Vista Microsoft-Kenner Paul Thurrott hat sein derzeitiges Wissen über den Longhorn Server auf seiner SuperSite for Windows niedergeschrieben. Darin beschäftigt er sich mit den möglichen Neuerungen, Microsofts Strategie und der Vision des Unternehmens, die hinter diesem Betriebssystem steckt. Longhorn Server wird auf jeden Fall weitere Neuerungen und Verbesserungen enthalten, die mit Windows Server 2003 Service Pack 1 (SP1) und Windows Server 2003 Release 2 (R2), welche im Oktober dieses Jahres erscheint, bei einigen Features schon angepackt wurden.

Sicherheit statt Kompatibilität

Wichtig ist auch, dass Microsoft mit Longhorn Server eines der sichersten Serverbetriebssysteme auf den Markt bringen will - auch wenn es Kompatibilität kostet. Zwar hat Microsoft jetzt schon mit Windows Server 2003 SP1 eines der sichersten Betriebssysteme, die je aus Redmond kamen, auf den Markt gebracht, doch es soll noch mehr Sicherheit in Longhorn Server geben. Um jedoch mehr Sicherheit zu erreichen, müssen Teile des Kernels neu geschrieben werden. Hier ist Microsoft durchaus bereit, zu Gunsten von Sicherheit, auf Kompatilität mit älteren Systemen zu verzichten.

Dies war jedoch in der Vergangenheit nicht immer so. Für Microsoft hatte, gerade bei Serversystemen, Kompatibilität mit älteren Systemen eine hohe Priorität. Heute hat Sicherheit, Verfügbarkeit und Performance höchste Priorität.

Doch Longhorn Server soll nicht nur das sicherste Betriebssystem werden, auch die Qualität soll erheblich verbessert werden. Weiter soll das Betriebssystem für jede Unternehmensgröße attraktiv werden. Daher wird es auch eine extra Edition für Unternehmen mittlerer Größe geben.

Avalon, Indigo und WinFX - WinFS?

Avalon, Indigo und WinFX werden jedoch auch bei Longhorn Server enthalten sein. Avalon kommt jedoch ohne das Aero Interface, was bei einem Serverbetriebssystem auch mehr als überflüssig wäre. Longhorn Server wird außerdem mit Internet Information Services (IIS) 7.0 kommen und wird Windows SharePoint Services (WSS) 3.0 enthalten.

Über eine mögliche Integration von WinFS von Beginn an ist allerdings nichts bekannt. In den Microsoft Dokumenten steht lediglich was von neuem "Transactional File System".

Application Publishing & Network Quarantine

Eine weitere Neuerung ist auch schon bekannt: Terminal Services werden mit Longhorn Server endlich Application Publishing unterstützen. Dieses Feature ermöglich den Zugriff und die Ausführung von Anwendungen auf dem Server als wären sie auf dem lokalen Rechner installiert. Ein weiteres Feature ist Network Quarantine. Es ermöglicht die Definierung von Sicherheitsrichtlinien für Netzwerke. Wollen sich mobile Geräte, wie Notebooks und Tablet PCs, mit diesem Netzwerk verbinden und erfüllen nicht die Sicherheitsrichtlinien, so wird diesen kurzerhand der Zugriff verweigert.

LUAs, Hot-Patching und Komponentenauswahl bei der Installation

Weitere Neuerungen, die Longhorn Server enthalten wird, werden wir bereits in Longhorn (Client) sehen. So wird es neben der Unterstützung von Limited User Accounts (LUAs) auch die Hot-Patching Unterstützung geben. Sie ermöglicht die Installation von Patches, die nicht für den Kernel gedacht sind, ohne anschließenden Neustart. Wie auch bei Longhorn (Client) wird man während der Installation auswählen können, welche Komponenten man installieren will. Dies wird ähnlich ablaufen, wie wir es jetzt schon bei Setups für den Windows Installer (MSI) kennen.

Weiter wird es für Longhorn Server auch wieder sog. Feature Packs geben. Eines davon soll eine neue Version von Windows Rights Management Services enthalten.

Releasetermin - ein Blick in die Zukunft

Longhorn Server soll nach derzeitigem Zeitplan Anfang 2007, genau 6 bis 9 Monate nach Longhorn, erscheinen. Eine "Release 2" (R2) des Longhorn Server ist bereits in Planung und soll im Jahr 2009 erscheinen. Das nächste ganz neue Serverbetriebssystem nach Longhorn Server wird im Jahr 2011 mit Codename "Blackcomb" erscheinen.
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