Klingeltonwerbung im Musikfernsehen wird geprüft

Wirtschaft & Firmen Zurzeit werden die Musikfernsehsender des Viacom Konzerns Viva, Viva Plus, MTV und MTV 2 von der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) näher betrachtet. Laut der NLM verstößt der Viacom Konzern möglicherweise mit der Ausstrahlung der Werbespots für Klingeltöne (etc.) gegen das Jugendschutzgesetzt und gegen die Werbevorschriften. Nach Auffassung der NLM Hannover bestände hier ein dringender Prüfungsbedarf, so der Medienfachdienst (Funkkorrespondenz) in Bonn. NLM Direktor Reinhold Albert erklärte, die Aufsichtsbehörde habe aus diesem Grunde die Kommission für Medienkompetenz eingeschaltet. Diese Kommission soll nun ermitteln, ob die Unwissenheit und Leichtgläubigkeit der Kinder und Jugendlichen mit Ausstrahlung dieses Werbespots ausgenutzt werde. Im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag heißt es in Paragraph 6, dass Werbespots keine direkten Kaufaufforderungen an Kinder oder Jugendliche enthalten dürfen, die deren Unwissenheit und Leichtgläubigkeit ausnutzen. Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) will nun den Musiksender Viva und Viva2 prüfen, ob die von ihnen ausgestrahlten Werbespots für Klingeltöne das "Programm beherrschen" würde.

Bei den genannten Musiksendern gehört diese Art von Werbung seit langem zum Programm, der Umfang dieser Werbung nahm allerdings erst mit der Zeit zu. Die Klingelton Werbung richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche. Durch Ausstrahlung dieser Werbespots soll diese Zielgruppe dazu animiert werden, sich immer die neusten Musiktracks auf ihr Handy herunter zu laden. Auch andere Fernsehsender sind in das Geschäft mit den Klingeltönen & Co eingestiegen. So strahlt zum Beispiel der TV Sender Kabel 1 bei Serien wie den Waltons, King of Queens, ... diese Art von Werbung aus. Auch RTL2 scheint derzeit auch an dieser Art von Vermarktung interessiert zu sein, denn auch hier werden Klingelton Werbespots zum Beispiel bei der Serie "24" eingeblendet. Zurzeit gehen immer mehr beschwerden bei der Verbraucherzentrale von Eltern ein, die sich über hohen Handyrechnungen durch teurere Abo Verträge für Handyklingeltöne beschweren. Ziel dieser Massenausstrahlung auf den Musiksendern sei eine Refinanzierung dieser.

Der Sprecher des LFM Widlok sieht allerdings auch die Problematik des Viacom Konzerns, denn die Refinanzierungschancen durch herkömmliche Werbung (angesichts der geringeren Erlöse) würde sich auf kurz oder lang als schwierig erweisen. "Wir wollen Entwicklungsmöglichkeiten für die Sender in diesem Bereich nicht sofort unterbinden, sondern streben zunächst einen Überblick an, um dann zu entscheiden, was medienrechtlich geht und was nicht", so Widlok.
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