Jugendlicher Wurmautor verurteilt

Internet & Webdienste Am Freitag wurde ein Jugendlicher zu drei Jahren Haft auf Bewährung und 300 Sozialstunden verurteilt. Er war der Autor des RPCSDBOT-Wurms, der im Jahr 2003 viele Computer auf der ganzen Welt infizierte und mit Hilfe der infizierten Rechner DoS-Attacken (Denail of Service) auf den Webseiten von Microsoft ausübte. Microsoft musste damals die Webseite für mehr als vier Stunden vom Netz nehmen. Zur gleichen Zeit wurde auch zum ersten Mal der Blaster-Wurm entdeckt, der mehr als 1200 Rechner auf der ganzen Welt befiel. Sein Autor Lee Parsons wurde zu 18 Monaten Haft verurteilt (wir berichteten).

Zu Beginn war die Polizei davon ausgegangen, dass der Blaster-Wurm und der RPCSDBOT-Wurm von ein und derselbem Person programmiert wurden, jedoch ergaben die Ermittlungen, dass zwei oder mehrere Autoren für die Schädlinge verantwortlich waren. Die Ermittlungen im Fall des Blaster-Wurms dauern immer noch an.

Der Autor des RPCSDBOT-Wurms sagte vor Gericht, dass er vor siebzehn Monaten den schlimmsten Fehler seines Lebens begangen habe. Aus Neugierde hätte er den Wurm freigesetzt ohne sich über die Konsequenzen bewusst gewesen zu sein. Weiter sagte er, dass es ihm sehr leid täte, dass der Schaden bei Leuten anrichtete, die er nicht einmal kannte.

Der US-Bundesrichter Robert Lansik verurteilte den jugendlichen Virenautor, neben drei Jahren Haft auf Bewährung und 300 Sozialstunden, zum Verfassen eines Briefes alle sechs Wochen, in dem er über seinen sozialen Dienst berichten soll.

Dennoch bleiben Name, Alter und Geschlecht des Wurmprogrammierers geheim. Man weiß nur, dass die Person vor siebzehn Monaten, als der Wurm geschrieben wurde, 14 Jahre alt war.
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