BSI-Studie: Deutsche zu sorglos im Internet

Internet & Webdienste

Nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts EMNID im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit 1000 Teilnehmern ab 14 Jahren, sowie einer anschließenden Studie mit den 530 Internetnutzern der Befragten, bewegen sich die deutschen Privatnutzer viel zu leichtsinnig im Internet.

Demnach sind sich 90 Prozent der Befragten bewusst, dass ihr Computer über das Internet kompromittiert werden und die Absenderadresse einer Email gefälscht sein kann. Außerdem erachten mehr als die Hälfte der Surfer ihr eigenes Fachwissen für gut bis sehr gut. Angesichts dieser Ergebnisse erscheint es geradezu paradox, dass für die meisten Nutzer der Einsatz von Virenschutzprogrammen, Firewall-Programmen und die konsequente Datensicherung kaum eine Rolle spielt.

So bewege sich jeder Vierte ohne Virenschutzprogramm im Internet und nur die Hälfte der Internetnutzer setze eine Firewall ein, wobei jedoch bei den Nutzern eines Virenschutzprogramm eine etwas besser Moral zu verzeichnen sei: Vier von fünf Nutzern aktualisieren die entsprechenden Virensignaturen mindestens monatlich, jeder Dritte sogar wöchentlich. Seine Daten sichere ebenfalls nur jeder Zweite regelmäßig. Außerdem stehe das Schließen von Sicherheitslücken in den genutzten Programmen (Patchen) nur für jeden dritten Internetnutzer regelmäßig auf der Tagesordnung.

Eine Erklärung für dieses mangelhafte Interesse an Sicherheit sei vor allem die Tatsache, dass für zwei Drittel der Befragten ein Computerausfall - nach eigener Einschätzung - keine schwerwiegenden Folgen hätte.

Hierbei gibt das BSI jedoch zu bedenken, dass ein unsicherer PC die gesamte Infrastruktur gefährden könne und sich auch die weit verbreitete Meinung vieler Privatnutzer, ihre Daten seien uninteressant für Kriminelle, oft als Irrtum herausstellt. So sei insbesondere im Hinblick auf das Online-Banking, also die Tätigung von bargeldlosen Bankgeschäften am heimischen Computer mittels Internet, das zu den Top5 der meistgenutzten Online-Dienste zählt, ein gesteigertes Sicherheitsbewußtsein erforderlich.

Der Studie zur Folge nutzt mittlerweile jeder zweite in Deutschland das Internet, wobei der Anteil bei den 14-29 Jährigen sogar 80% beträgt. Im Rentenalter bewege sich nur noch jeder Fünfte im Internet. Allgemein seien die Gründe für die Nichtnutzung des Internets zum einen auf fehlendes Interesse zurückzuführen, aber auch ein nichtvorhandener PC oder ein fehlender Zugang zum Netz spielen eine Rolle.

Das BSI wurde am 1. Januar 1991 gegründet und versucht den Bürger seitdem für die Sicherheits-Aspekte im Internet zu sensibilisieren. Hierzu erscheint fünf Mal im Jahr ein Newsletter. Des Weiteren veröffentlichen die Mitarbeiter regelmäßig einfache und verständliche Artikel und Handbücher zu aktuellen Sicherheitsthemen.

Quellen: bsi.de

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