Erdbebenopfer in Südasien - Hilfeaufruf *UPDATE6*

WinFuture
Vor einer Woche verwüstete in Südasien ein Tsnuami weite Küstengebiete. Die Flut tötete mindestens 150.000 Menschen und vernichtete die Lebensgrundlagen von Millionen. In der Region herrscht vielerorts Chaos, die Helfer konnten noch nicht zu allen Bedürftigen vordringen. Weblogs tragen Augenzeugenberichte aus der Region zusammen. Sie zeichnen ein erschütterndes Bild von den Tagen nach der Katastrophe. (tagesschau.de hat Weblog-Einträge aus dem Englischen übersetzt)

Indien, 02. Januar
Wir vergessen leicht, dass der Schaden auf einen schmalen Küstenstreifen begrenzt ist. 200 Meter weiter im Inland ahnt man nicht einmal, was passiert ist. Auch die Kastenzugehörigkeit spielt eine Rolle: Die Betroffenen sind überwiegend von den untersten Kasten. In Nagore habe ich gehört, dass es keine Hilfe für die Opfer von den Nachbarn aus höheren Kasten gab.
Dilip www.desimediabitch.blogspot.com

Sri Lanka, 01. Januar
Die Menschen in den Camps in Moratuwa benötigen sofort trockene Lebensmittel. Die 68 Familien brauchen am Tag mindestens 100 Kilo Reis und 30 Kilo Linsen. Diese Leute können selber kochen. Sie brauchen lediglich die Nahrungsmittel.
Morquendi www.desimediabitch.blogspot.com

Indien, 01. Januar
Die Bestatter in Nagapattinam haben kein Benzin mehr und verwenden alles, was sie an Brennmaterial bei den toten Familien finden. Unterdessen fliegt ein Helikopter über unseren Köpfen. Er zeigt ein paar aufgeregten Besuchern die Sehenswürdigkeiten unserer Trümmerlandschaft. Warum geben sie nicht das Benzin dafür her, dass die traurige Arbeit verrichtet wird? Eine Menge Körper verrotten hier draußen.
Dilip www.desimediabitch.blogspot.com

 
Thailand, 30. Dezember
Unser Haus lag 50 Meter von dem Strand entfernt, der in Thailand am schlimmsten betroffen ist. Als Wasser in unser Haus strömte und die Wand im zweiten Stock aufriss, sprang ich vom Dach und schwamm und schwamm und schwamm, ritt auf der Welle tief in den Dschungel, während sie Gebäude für Gebäude zerstörte, Bäume herausriss und Diesel-Laster in die Luft wirbelte. Die Welle warf mich, ein kleines schwedisches Mädchen und ein 20-Meter-Polizeischiff einen Kilometer vom Strand entfernt im Dschungel ab.

In den nächsten fünf Stunden kümmerte ich mich um tote und sterbende Ausländer. Schließlich kamen Hubschrauber, und ich konnte zurück ins Stadtzentrum. Ich fand Karin (meine Freundin) und brach zusammen. An diesem Tag sah ich rund 100 Leichen. Am nächsten noch einmal 200. Und an dem Tag, als wir wegfuhren, waren da ganze Viehtransporter voller verwesender Körper, die nach Phuket gebracht wurden.

Meine Stadt ist verschwunden. Wahrscheinlich rund zwei Prozent der ursprünglichen Gebäude sind noch als solche erkennbar. Ich habe sehr viel Glück, dass ich überhaupt nach Hause kann. Die amerikanische Regierung hat mir einen Telefonanruf angeboten, eine Zahnbürste, ein Taschenbuch und einen vorläufigen Pass. Kein Hotel, kein Essen, kein Rückflug. Mir wurde gesagt, dass ich einen Kredit bekommen könnte, wenn ich drei Leute benennen könne, die für mich bürgen. Die Prozedur würde nur ein paar Tage dauern. Ich war allein, verletzt (oberflächlich - aber ich sah schlimm aus), besaß nichts, hatte kein Geld, und meine Regierung bot mir ein Buch.

Ich bin sicher einer der Menschen in Thailand, die am meisten Glück hatten. Laut Lokalnachrichten sieht es aus, als ob es in meiner Stadt eine Überlebensrate von 60 Prozent gab.
Pearl www.boingboing.net




(Bilder und Texte copyright bei www.tagesschau.de)

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