Hat sich Microsoft stark verändert?

Microsoft Erinnern Sie sich noch an den Softwaregiganten Microsoft? Früher bekannt als ein Schwergewicht der PC-Industrie, konnte der ehemalige Monopolist Microsoft doch seine Konkurrenten vertreiben, wenn er nur ankündigte, in einen Markt einzusteigen. Nun, dieses Microsoft ist tot. Und der Tod dieses Microsofts hat damit zu tun, dass das Unternehmen seine Strategie gewaltig geändert hat. Früher lehnte man Partnerschaften grundsätzlich ab, heute sieht das ganz anders aus. Aus Microsoft wurde, man kann fast sagen, ein Unternehmen, dass ähnlich wie IBM agiert - doch das hätte Microsoft früher niemals gewollt.

Früher fürchteten sich die Konkurrenten vor Microsoft, jetzt schauen sie, was Microsoft in nächster Zeit vor hat und gerade kleinere Konkurrenten versuchen schnell vor Microsoft einen Markt zu erobern.

Nicht zu vergessen sind die vielen Rechtsstreits in diesem Jahr, die das Unternehmen auch schwächten. Erst letzte Woche entschied der Europäische Gerichtshof, dass die von dem ehem. EU-Wettbewerbskomissar Monti angesetzte Strafe gegen Microsoft, rechtsmäßig sei.

Eigentlich ist dieser Rechtsstreit mehr als lächerlich, denn gegen was geht die EU so ehrgeizig vor? Media Player und Serversoftware. Doch auf den Media Player-Markt dominiert nicht Microsoft sondern Apple. Nicht anders sieht es auf dem Markt für Server-Software aus, nicht Microsoft's Windows Server-Produkte dominieren diesen, es sind UNIX- und Linux-Lösungen.

Doch auf dem Gebiet der Browsersoftware sieht es auch nicht anders aus, Netscape fühlt sich immer noch von Microsoft durch die Popularität von Windows und dem integrierten Internet Explorer, aus dem Markt gedrängt, hat aber, wie Microsoft beim Internet Explorer auch, wichtige Schritte verpasst. In diesem Fall ist die Mozilla Foundation mit ihrem Firefox der lachende Dritte.

Doch selbst bei Microsoft hat man erkannt, dass wichtige Entscheidungen zu spät oder gar nicht getroffen werden. Als das Unternehmen damals seine Pläne für Longhorn während der Professional Developer Conference (PDC) 2003 bekannt gab, fürchteten einige bei Microsoft schon, dass wenn man zu viel bekannt gibt, kleinere konkurrierende Unternehmen in viel kürzerer Zeit etwas ähnliches auf dem Markt bringen könnten.

Doch was macht Microsoft? Anstatt sich mit diesem Problem zu befassen, wird Longhorn immer wieder verschoben. Diese Sache ging für Microsoft glücklich aus, denn wie sich herausstellte ist die Entwicklung dieses Betriebssystem selbst für den größten Softwarekonzern der Welt eine Herausforderung.

Hat sich Microsoft wirklich so stark verändert? Für einen ehemaligen Monopolisten ist es sicherlich sehr schwer erkennen zu müssen, dass es Konkurrenten gibt, die manchmal sogar erfolgreicher sind. Auch wenn Microsoft in letzter Zeit nicht so erfolgreich war wie früher, so ist Microsoft immer noch das größte Softwareunternehmen und immer noch richtungsweisend für zukünftige Technologien. Eine Vision haben ist eine Sache, diese umzusetzen eine völlig andere Sache.

Teile entnommen aus: Paul Thurrott: Opinion: 2004 Was the Year Everything Changed for Microsoft
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