Microsoft Windows bald im Auto

Microsoft Davor haben viele Angst: Microsoft Produkte im Auto. Nun scheint es soweit zu sein. MS will sich mit Hilfe von angepassten Windows CE Versionen als größter Zulieferer von Software für Automobilhersteller positionieren. Man biete ein komplettes telematisches System an, sagte ein Marketing Manager von Microsofts Automotive Abteilung.

Die Firma erhofft sich Vorteile aus einem frühen Einstieg in den Markt, da ein Trend zu "smarteren" Autos zu beobachten ist. Laut General Motors ist die Software schon heute für ein Drittel der Gesamtkosten eines Durchschnittsautos verantwortlich. Dieser Anteil wird laut IBM innerhalb von fünf Jahren auf fast 90 Prozent wachsen.

Der Schritt in den Automobilmarkt macht für Microsoft durchaus Sinn, da der Aktienkurs nun schon seit Jahren stagniert. Die Verkäufe von PCs werden in Zukunft wohl nur noch um einstellige Prozentzahlen steigen und Linux und Co. gewinnen immer mehr Anhänger - im jungen Markt für Automobil-Software gibt es all diese Probleme nicht.

Auf einer bis gestern in Detroit stattfindenden Konferenz für Kfz-Elektronik waren bereits ein Hummer und ein Volvo zu sehen, die jeweils mit auf Windows CE basierenden Windows Automotive Versionen ausgestattet waren. In dem Hummer waren Mikrofone und Lautsprecher an einem Windows-Rechner angeschlossen, der unter der Rücksitzbank versteckt war. Dieser war mit einem GPS-Modul und Bluetooth ausgestattet und soll mit Hilfe eines Handys über das Internet mit MSN-Diensten kommunizieren können um straßenbezogene Informationen zu beziehen.

Windows Automotive wird nicht über eine Verbindung zu den für den Betrieb des Fahrzeugs benötigten Kleinstrechnern haben. Ein Absturz führt also nicht zu Beeinträchtigungen der Fahrsicherheit.

In preisgünstigeren Konfigurationen soll das System ohne LCD-Bildschirm auskommen und den Fahrer so nicht von der Fahrt ablenken. Der italienische Autohersteller Fiat will mit dem Modelljahr 2005 die neue Technik bereits in 23 Modellen verschiedener Marken anbieten.

Die Konkurrenz von IBM arbeitet unterdessen unter Verwendung von Linux mit DaimlerChrysler, Honda und BMW in Sachen Softwaredesign zusammen. Ob die schöne neue Technologie nun auch noch Erfolg hat wird wohl vom Kunden abhängen. Vor einigen Jahren hatten Sun und General Motors verkündet Java zum Standard in der Automobilindustrie zu machen, waren damit allerdings nicht erfolgreich.

Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren9
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Tipp einsenden