Softwarehändler wegen Softwarepiraterie verurteilt

Microsoft

Nachdem bereits im Juli dieses Jahres die Hauptperson einer der größten Softwarefälscherringe Europas von einem deutschen Gericht eine fünfeinhalbjährige Haftstrafe erhalten hatte, verurteilte das Landgericht Stuttgart am 13. September ein weiteres Mitglied dieses Netzwerks zu drei Jahren Haft ohne Bewährung. Der Mann hatte bereits zehn Monate in Untersuchungshaft verbracht. Das Gericht entschied, dass der Haftbefehl aufrecht erhalten bleibt. Der Vater des Angeklagten wurde wegen der Beteiligung an den illegalen Handelsaktivitäten seines Sohnes zu einer Haftstrafe von 16 Monaten auf Bewährung verurteilt. Der Vater muss zudem noch 100 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten. Die Urteile wurden von dem Strafgericht in Stuttgart nach einem 18-wöchigen Prozess gefällt. Dem Angeklagten wurden dabei organisierte Verstöße gegen das Urheberrecht sowie der gewerbsmäßige Verkauf gefälschter Microsoft-Software nachgewiesen.

"Wir sehen die jüngsten Urteile in diesem Fall als weiteres wichtiges Indiz dafür, dass die Justiz in aller Welt verstärkt gegen Softwarekriminalität vorgeht", so Hans-Jürgen Croissant, Unternehmenssprecher der Microsoft Deutschland GmbH. "Das kriminelle Netz, das ehrliche Anbieter geschädigt und die Wirtschaft um tausende von Arbeitsplätze und um wichtige Umsätze gebracht hat, wurde damit zerschlagen, die Haupttäter hart bestraft. Wir werden auch in Zukunft eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten, um unsere Partner und Kunden vor den Folgen illegaler Software zu schützen."

Die aktuelle Haftstrafe ist bereits die zweite Verurteilung für den angeklagten Händler. Bereits im Jahr 1999 war er vom Landgericht Ravensburg wegen Softwarepiraterie zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden.

Bei der Urteilsverkündung wies der Vorsitzende Richter der Strafkammer darauf hin, dass diese erste Haftstrafe den Angeklagten offensichtlich nicht von weiteren einschlägigen Straftaten abgehalten habe. Im Gegenteil: Nach Angaben des Richters hat er seine Eltern für die Mitarbeit an seinen illegalen Geschäften gewonnen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte seine Eltern bei einer Reihe von Strohfirmen in führenden Positionen eingesetzt habe, um seine eigenen illegalen Aktivitäten zu verschleiern.

Die Verhaftung des angeklagten Händlers im November 2003 erfolgte im Rahmen einer groß angelegten Polizeiaktion. Voraus gingen jahrelange Ermittlungen der Kriminalpolizei Ravensburg, die nach Sicherstellung von 142 Paletten mit illegaler Software durch das Hessische Landeskriminalamt im September 2001 bei einem weiteren Händler intensiv vorangetrieben wurden. Bei der gestrigen Verhandlung räumte der Angeklagte ein, dass er zumindest einen Teil der illegalen Waren geliefert hat.



News-Quelle:  Pressemeldung Microsoft

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