Sony beendet Walkman-Patentstreit

Wirtschaft & Firmen Sony hat gerade neulich seinen ersten tragbaren "Media Player" mit eingebauter Festplatte herausgebracht, der sowohl Video- als auch Audio-Formate abspielen kann.
Nun hat man offensichtlich den jahrzehntelangen Disput mit dem deutschen Erfinder Andreas Pavel beigelegt.

Im Jahr 1977 hatte Pavel ein Patent auf eine "kleine tragbare Einheit zur HiFi-Wiedergabe von aufgenommenem Ton" beantragt. Das Abspielgerät mit dem Namen "Stereobelt" (Stereo-Gürtel) wurde niemals fertig.
Als Sony dann 1979 seinen Walkman(TM) herausbrachte wurde dieser zum meistverkauften tragbaren Abspielgerät - weltweit wurden mehr als 200 Millionen Stück verkauft.

Der Erfinder hatte bereits seit 20 Jahren versucht von Sony eine Entschädigung zu erhalten, als 1996 ein britisches Berufungsgericht ein früheres Urteil bestätigte, wonach Sonys Walkman nur eine normale technische Weiterentwicklung sei und daher nicht patentiert werden könne.

Nun hat sich Sony, 5 Jahre nach dem Tod seines als Walkman-Erfinder gerühmten (Ex-)Chef, mit dem Deutschen geeinigt. Und zwar still und aussergerichtlich mit ein paar Millionen Euro als Entscheidungshilfe.

Pavel sagt, er strebe an auch gegen andere Hersteller von mobilen Abspielgeräten vor Gericht zu ziehen. Apple inklusive.

Bei Spiegel Online gibt es einen ausführlichen Artikel dazu.

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