Neues aus dem Fall NSI gegen Strato

Internet & Webdienste In dem Verfahren der STRATO AG gegen den amerikanischen Registrar Network Solutions (NSI) hinsichtlich der CNO-Domainverwaltung in Eigenregie haben die Deutschen einen weiteren wichtigen Gerichtsbeschluss zum Schutz Ihrer Kunden erwirkt. Im Beschluss des Berliner Landgerichts wird NSI untersagt, ".com, .net, .org"-Domains (CNO-Domains) weiter in "Geiselhaft" zu nehmen. Sollte NSI dieser gerichtlichen Verfügung nicht nachkommen, droht deren Chairman und Chief Executive Officer W.G. Champion Mitchell eine Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten.

Das Berliner Landgericht begründete: "[Es gibt] weder allgemeine Vorgaben noch Vorgaben aufgrund der Verträge, [...] die es rechtfertigen könnten, den Wunsch des Kunden, zu einem anderen Registrar zu wechseln, zurückzuweisen oder von der Übermittlung von Stromrechnungen oder Ausweispapieren abhängig zu machen. Alldies betrifft nicht nur den jeweils wechselwilligen Kunden, sondern auch die Antragstellerin [die STRATO AG], weil das Bewirken einer Registrierung Bestandteil des Leistungspakets zwischen ihr und diesem Kunden ist." Das Gericht unterstreicht damit, dass die Domainverwaltung in Eigenregie und der Umzug von rund 300.000 Internetadressen in den STRATO Firmenverbund von NSI nicht weiter durch die Einforderung von zusätzlichen Authentifizierungsnachweisen behindert werden dürfen.

Rochus Wegener, Aufsichtsratsvorsitzender der STRATO AG: "Unsere Position ist klar und wird durch diesen Gerichtsbeschluss eindrucksvoll bestärkt: Wir beabsichtigen, alle CNO-Domains unserer Kunden so schnell wie möglich und über alle Hürden von NSI hinweg innerhalb des STRATO Firmenverbundes zu betreuen. Wir informieren aktiv alle betroffenen Kunden und haben für Rückfragen eine spezielle und kostenfreie Service-Hotline geschaltet."

Auch in den USA strebt STRATO die Durchsetzung von gleichlautenden Einstweiligen Verfügungen an, wobei ein Gericht vor Ort den Eilbedarf aus amerikanischer Sicht vorläufig abgelehnt hat. Über den Eilbedarf in dieser Sache sowie eine weitere Einstweilige Verfügung wird daher in den USA voraussichtlich in einigen Wochen weiter verhandelt werden. (ots)
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