Microsoft-Forscher fokussieren auf Sicherheit

Microsoft

Sicherheitsaspekte spielen bei Forschungsprojekten von Microsoft Research (MSR), dem Forschungsbereich von Microsoft, eine immer größere Rolle. Das zeigten die Präsentationen bei der "MSR Academic Conference Germany 2003", die vom 11. - 14. November 2003 im Taschenbergpalais in Dresden stattfand. Bei der von MSR und der Microsoft Academic Alliance gemeinsam veranstalteten Konferenz nahmen mehr als 200 Professoren und Doktoranten aus Universitäten sowie Forschungseinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz teil.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Vorträge von Mitarbeitern aus den MSR-Forschungszentren Cambridge/UK und Redmond/USA. Zu den Highlights der Veranstaltung gehörten ein Preview von Longhorn, der nächsten Windows-Generation, die Umsetzung des neuen Internetstandards Mobile IPv6, Weiterentwicklungen der Programmiersprache C# und eine Paneldiskussion zu Trustworthy Computing, der Sicherheitsinitiative von Microsoft.

 "Sicherheit wird immer mehr zu einem Thema der Software-Entwicklung und des anschließenden Testings", beschreibt Dr. Alexander Brändle, zuständig für University Relations bei MSR Cambridge, den neuen Trend. "Unsere Aktivitäten reichen von strukturierten Testverfahren, über die Erweiterung von Programmiersprachen mit Sicherheitsfunktionalität bis hin zur Formulierung internationaler Standards für Geschäftsprozesse." Ein Teil der in Dresden vorgestellten Forschungsergebnisse wird bei der Entwicklung von Longhorn genutzt.

Die Konferenz wurde von Workshops zur .NET-Technologie begleitet und bildete den Rahmen für die Sitzung des Leitungsgremiums des Fachbereichs Sicherheit der Gesellschaft für Informatik. Zudem wurden die Gewinner eines .NET-Programmierwettbewerbs für Studenten ausgezeichnet. Bei den entwickelten Lösungen kam es maßgeblich auf Sicherheit gegen Hackerangriffe an. Die Preise überreichte Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich C. Mayr, Präsident der Gesellschaft für Informatik.

Microsoft Research
Microsoft investiert im Geschäftsjahr 2003/04 6,9 Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung. Gegenwärtig sind mehr als 700 Mitarbeiter bei Microsoft Research in Redmond/USA, San Francisco und Silicon Valley/USA, Cambridge/Großbritannien und Peking/China beschäftigt. Mit dem European Microsoft Innovation Centre (EMIC) ist Microsoft seit 2003 auch direkt in Deutschland vertreten. Am Standort Aachen werden gegenwärtig zehn Hightech-Arbeitsplätze eingerichtet.

Infos unter http://research.microsoft.com/
  Microsoft Academic Alliance
Microsoft Academic Alliance ist ein Programm speziell für Hochschulen. Neben umfangreichen inhaltlichen Programmen für das akademische Umfeld wie z. B. dem Hochschulpartnerprogramm, akademischen Communities und der Unterstützung von Forschungsprojekten, ermöglicht Microsoft durch die Abo-Lizenz MSDN AA Studenten und Lehrkräften den kostenlosen Zugriff auf aktuelle Microsoft-Entwicklertools, Server und Betriebssysteme. Zugangsberechtigt sind die Studiengänge: Informatik, Natur- und Ingenieurswissenschaften sowie Betriebs- und Volkswirtschaftslehre.
Infos unter: www.msdnaa.de oder http://www.microsoft.com/germany/ms/bildung/

Beispiele der vorgestellten MSR-Forschungsprojekte:

Projekt A#.
Software-Tests binden 50 Prozent der Ressourcen bei der Software-Entwicklung. Effizientes Testen spielt deshalb eine immer wichtigere Rolle. Mit A# ist modellbasiertes Testing bei .NET-Software möglich. Als Erweiterung der Programmiersprache C# ist die Auslieferung von A# im kommenden Jahr geplant.

Mobile IPv6 on Windows. Das im Juli 2003 verabschiedete Internet-Protokoll Mobile IPv6 ist für drahtlose Mobilgeräte wie Smartphones oder PDAs von großer Bedeutung. Es ermöglicht die Verschlüsselung der Datenkommunikation. Bei der Übertragung des neuen Protokolls auf Windows Betriebssysteme wie Windows CE wurden im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten zehn Millionen Programmzeilen getestet.

Projekt Phoenix. Unter diesem Codewort wird eine gemeinsame Plattform für künftige Microsoft Compiler Technologien auf Basis des .NET-Frameworks inklusive Analyse- und Optimierungswerkzeugen entwickelt. Die neue Software-Architektur ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Software-Qualität. 2005 wird Phoenix für unterschiedliche Hardware-Plattformen marktreif sein.

Projekt Xen. Die Integration von Daten in die Programmiersprache C# steht hinter Xen (früher: X#). Durch die Einbeziehung von Dateisprachen wie SQL und XML wird die Software-Entwicklung effizienter und die Programme werden sicherer. Die bislang nur Microsoft-intern verwendete Programmerweiterung steht künftig dem Forschungs- und Ausbildungsbereich öffentlich zur Verfügung.

Web Services und Business Process Automation. Mit der Einbettung von Web Services in Geschäftsprozesse wird die Business Interaktion standardisiert, die Abläufe werden dadurch stabiler und sicherer. Mit BPEL (Business Process Execution Language) entwickelt Microsoft zusammen mit anderen IT-Unternehmen gegenwärtig Standards für Web-Services-Workflows und die Spezifikationen einer Modellierungssprache für das .NET-Framework.

News-Quelle:  Pressemeldung Microsoft


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