Suse plant weiter Börsengang

Linux "Jeder hat diesen Traum, dass er ein Unternehmen führt und an die Börse bringt" Suse, der weltweit zweitgrößte Vermarkter des offenen Computer-Betriebssystems Linux, plant weiter den Gang an die Börse. Aber auch die eigene Übernahme schloss Suse-Chef Richard Seibt in einem Reuters-Interview nicht aus, um auf diese Weise langfristig die Vormachtstellung des US-Konzerns Microsoft zu brechen.

"Jeder hat diesen Traum, dass er ein Unternehmen führt und an die Börse bringt", sagte Seibt am Montag in Frankfurt und fügte hinzu, um Suse hierfür fit zu machen, werde es aber noch zwei oder drei Jahre dauern. Möglich sei aber auch, dass ein anderes Unternehmen sich gezwungen sehe, die Expertise von Suse hinzu zu kaufen und dafür bereit sei, kräftig zu zahlen. "Das würde bedeuten, dass er einen Preis für die Firma zahlt, der höher ist - den man nicht ablehnen kann", ergänzte er.

Beim Betriebssystem Linux, das für jedermann frei zugänglich ist, von Anbietern wie Suse aus Nürnberg aber für Kunden entsprechend angepasst und modifiziert wird, rangieren die Franken hinter dem US-Unternehmen Red Hat auf dem weltweiten zweiten Rang. Suse verfügt unter anderem über Partnerschaften mit IBM, Hewlett-Packard und Intel. Als mögliche Interessenten für sein Unternehmen sieht Seibt Softwarefirmen wie Oracle, Computer Associates und BMC Software. Mit einer Übernahme durch einen großen Hardware-Anbieter rechnet der Manager, der mehr als 20 Jahre bei IBM war, hingegen nicht. Ursache hierfür ist, dass viele der Unternehmer Anteilseigner von Suse sind - und jeder eine engere Verbindung der Nürnberger mit einem Konkurrenten ablehnt.

"Die Branche will nicht, dass ein Hardware-Unternehmen Suse besitzt", resümierte Seibt. Derzeit kämpft Suse nach Seibts Worten um zwei größere Aufträge von Finanzdienstleistern. Zwar nannte der Manager keine Namen, ergänzte aber, einer der beiden Interessenten habe rund 250.000 Kunden. Mit einem Abschluss des Geschäfts rechne er im ersten Quartal 2004, sagte Seibt. Dem Erzrivalen Microsoft will Seibt die Vormachtstellung im Geschäft mit Betriebssystemen für größere Rechner - so genannten Servern - streitig machen. "Tief in meinem Herzen glaube ich, dass wir das umdrehen können - wahrscheinlich brauchen wir fünf, sechs Jahre, um da hin zu kommen", sagte der Vorstandschef. So gingen etwa die Marktforscher von IDC davon aus, dass Linux dann in dem Segment einen Marktanteil von 36 Prozent halten werde. Derzeit liege er nur bei 15 Prozent.

Gerade in Europa ist Linux auf dem Vormarsch, nicht zuletzt, weil Microsofts Betriebssystem Windows, das über 90 Prozent Marktanteil bei stationären PCs (Desktop-PCs) erreicht, in den letzten Monaten mehrfach Opfer eigener Sicherheitslücken wurde. Nicht nur Unternehmen steigen vor diesem Hintergrund auf Linux um, sondern auch öffentliche Verwaltungen - wie die Stadt München. Anders als bei Servern sieht Seibt allerdings bei Desktops noch einen langen Weg vor sich. Suse werde deshalb zunächst auf seine Stärke im Server-Markt setzen und sich dann - entgegengesetzt der Strategie von Microsoft - nach unten hin zum Endverbraucher durcharbeiten. "Wir starten mit den Servern, dann werden wir die Unternehmenskunden für uns gewinnen und schließlich in die Privathaushalte eindringen", kündigte Seibt an

News-Submiter: Lutz1965
Weiter im Artikel und News-Quelle: www.zdnet.de


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