64-Bit-Prozessoren im c't-Test

Hardware

Mit 64-Bit-Prozessoren dringen die Computerhersteller in eine neue Dimension der PC-Architektur vor. Deutliche Geschwindigkeitsvorteile bringen die Systeme von AMD und Apple/IBM zwar bei bestimmten, aber durchaus nicht bei allen Anwendungen, so das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 20/03.

Vor zehn Jahren hat der Fortschritt von 16 Bit auf 32 Bit bei den Prozessoren für großen Wirbel gesorgt: Leistungsfähigere Hardware, aber vor allem auch neue Betriebssysteme und anspruchsvollere Software brachten in der Folge ernorme Verbesserungen. 64-Bit-Prozessoren sind bei Servern eigentlich schon ein alter Hut. Jetzt kommen von AMD und IBM erstmals 64-Bit-Prozessoren für den PC-Massenmarkt.

Den IBM-Chip PowerPC 970 baut Apple in die neuen G5-Macs ein. Den Athlon 64 wird man bald in vielen Windows-PCs finden. Was noch fehlt, ist die passende Software. "Die Systeme sind zwar durch die Bank weg schneller als ihre Vorgänger", so c't-Redakteur Christof Windeck, "aber solange die Software, die man einsetzt, nicht für die neuen Prozessoren optimiert ist, spürt man als Nutzer nicht allzuviel davon."

Die neuen 64-Bit-Modelle bieten auch nicht zwangsläufig mehr Zukunftssicherheit als preiswertere 32-Bit-Systeme - noch steht die 64-Bit-Desktop-Architektur am Anfang der Entwicklung. Beim Kauf eines neuen PC spielt das 64-Bit-Argument deshalb noch keine große Rolle. Da ist auch weiterhin die Überlegung vorrangig, für welche Zwecke man den Rechner einsetzen will. Stehen 3-D-Grafik-Spiele im Vordergrund, ist eine gute Grafikkarte weitaus wichtiger als 64-Bit-Technik. (ots)

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