Heise stellt Strafanzeige gegen Spammer

Der Heise Zeitschriften Verlag hat beim Landeskriminalamt Hannover Strafanzeige gegen einen Versender von Spam-Mails gestellt, der massenhaft unerwünschte E-Mail-Werbung mit der gefälschten Absenderangabe heise.de verschickt hatte.

Er warb darin für einen nach Schneeballprinzip organisierten Vertrieb von Prospekten über "erfolgreiches Internet-Marketing" und versprach ein Einkommen von "mehr als 250.000 Euro in den ersten sechs Monaten".

Spammer nutzen oft gültige E-Mail-Adressen in den gefälschten Absenderangaben. Die tatsächlichen Adressinhaber bekommen dann womöglich Tausende nicht zustellbarer Rückläufer in ihr Postfach und sehen sich obendrein den Beschwerden erzürnter Empfänger und einer Schädigung ihres Rufs ausgesetzt. Die Verwendung von fremden Domains in gefälschten Absenderangaben hat sich inzwischen für viele Unternehmen zu einem echten Problem entwickelt. So hat jüngst Amazon in den USA wegen ähnlicher Verstöße gerichtliche Schritte eingeleitet.

Der Heise Zeitschriften Verlag will durch die Strafanzeige exemplarisch prüfen, ob die deutsche Gesetzeslage ein wirksames Vorgehen gegen solche Methoden ermöglicht. Nach Ansicht von Verlagsjustiziar Joerg Heidrich stellt die unbefugte Verwendung des geschützten Kennzeichens "heise" als gefälschte E-Mail-Absenderadresse eine strafbare Kennzeichenrechtsverletzung gemäß Paragraf 143 des Markenrechtsgesetzes dar. Entsprechende Urteile gibt es allerdings noch nicht.

Quelle: heise.de

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