"Kunde für Apple nicht das Produkt": Siri hört Nutzer nicht dauerhaft ab

Apple, iOS, Sprachassistent, Mac, os x, Siri Bildquelle: 9to5mac
Apple hat gestern gegenüber US-Politikern erklärt, dass definitiv keine unerwünschte Erfassung von Sprachdaten durch die für den Sprachassistenten Siri verwendeten Mikrofone erfolgt - und keine Aufnahmen ohne Wissen des Nutzers an das Unternehmen geschickt werden. Wie Apple in einer über US-Medien verbreiteten Antwort auf einen Brief einiger US-Politiker rund um den republikanischen Chef des Energy and Commerce Committee des US-Repräsentantenhauses Greg Walden erklärte, hören die mit Siri ausgerüsteten iPhones und anderen Apple-Geräte nicht wie befürchtet ohne Zustimmung die Umgebung ab - und gestatten dies auch keinen Apps von Drittanbietern.

Zuvor hatten die Politiker angefragt, ob die Geräte möglicherweise ungewollt Gespräche oder Teile davon aufzeichnen und an Apple weitergeben. Der für die Beziehungen von Apple zu Bundesbehörden der USA zuständige Manager Timothy Powderly erklärte, dass die Geräte bei der dauerhaften Aktivierung der Mikrofone zur Erfassung von Trigger-Worten für das "Aufwecken" der Sprachassistenten keinerlei Audiodaten aufzeichnen würden. Auch eine Weitergabe der Worte von Menschen in der Umgebung des Telefons erfolge nicht, so der Apple-Vertreter.

Apple verlange zudem grundsätzlich, dass die Nutzer dem Zugriff auf die Mikrofone zustimmen müssen und zwinge App-Anbieter außerdem, stets deutlich sichtbar zu machen, wenn das Mikrofon zur Erfassung von Tönen aktiviert werde. Nach Verstößen gegen entsprechende Richtlinien habe man bereits Apps aus dem Store entfernt, wobei Apple offen ließ, ob auch die jeweiligen Anbieter der Apps jemals von dem Vertrieb ihrer Software über den Apple App Store ausgeschlossen wurden.

Darüber hinaus wies Apple jede Verantwortung für die weitere Verarbeitung von Audiodaten durch die Anbieter von Drittpartei-Apps zurück. Weder könne noch wolle man überwachen, was externe App-Anbieter mit den durch ihre Programme nach Zustimmung der Nutzer erfassten Audiodaten anstellen. Letztlich ist dies durchaus eine logische Folge der Praxis, Apps von anderen Anbietern als dem Hersteller des auf dem jeweiligen Gerät verwendeten Betriebssystems zuzulassen.

Apples Geschäftsmodell basiere nicht darauf, den Kunden durch die Auswertung und Weitergabe seiner persönlichen Daten oder der durch ihn generierten Datenmengen zur Geldquelle zu machen. Der Kunde sei nicht das Produkt, so Powderly mit klaren Worten. Das Geschäftsmodell von Apple basiere nicht darauf, persönlich zuzuordnende Informationen zur Aufwertung von Nutzerprofilen zu verwenden, die dann an Werbetreibende verkauft werden könnten.

Die US-Politiker hatten sich in einem weiteren Brief auch an den Internetkonzern Google beziehungsweise Larry Page als CEO der Mutterfirma Alphabet gewandt. Bisher haben weder Google, noch Alphabet öffentlich auf die Anfrage reagiert. Von einer Sprecherin des von Walden geführten Kommittees war aber zu hören, dass sich sowohl Google als auch Apple bisher kooperativ gezeigt haben. Man prüfe nun die Anworten der Firmen, um weitere Schritte zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer von Sprachassistenten und anderen Funktionen moderner Smartphones abzuwägen. Apple, iOS, Sprachassistent, Mac, os x, Siri Apple, iOS, Sprachassistent, Mac, os x, Siri 9to5mac
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