US-Politik: "Google zieht die Kommunisten unserem Militär vor"

China, Tier, Panda, Bär Bildquelle: Pixabay
In der härter werdenden Auseinandersetzung zwischen den USA und China wächst nun auch der Druck auf Google. Sowohl von Seiten der Republikaner als auch der Demokraten gab es inzwischen klare Aufforderungen an den Internet-Konzern, die Geschäftsbeziehungen zu Huawei als größtem chinesischen Partner zu überdenken. Und dabei werden ziemlich große Geschütze aufgefahren. Unter Bezug auf den Rückzug Googles aus dem Project Maven, bei dem KI-Systeme für die Auswertung des Bildmaterials militärischer Aufklärungsdrohnen entwickelt werden sollten, hieß es: "Während wir es bedauern, dass Google die lange und fruchtbare Tradition einer Zusammenarbeit zwischen dem Militär und Technologieunternehmen nicht fortsetzen will, sind wir umso enttäuschter, dass Google offenbar stärker gewillt ist, die chinesische Kommunistische Partei zu unterstützen als das US-Militär", heißt es einem Schreiben von Abgeordneten der beiden großen politischen Lager.

Zu den Unterzeichnern gehören sowohl Mitglieder des Abgeordnetenhauses als auch einige Senatoren, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Für ein solches Papier sind die Worte schon ziemlich klar gewählt und der Tenor lautet im Grunde, dass man Google aufgrund dieser Konstellation zunehmend als problematisch für die nationale Sicherheit ansieht.


Irritation bei Google

Bei Google selbst reagiert man etwas irritiert. "Wie viele US-Unternehmen haben wir Verträge mit dutzenden OEMs auf der ganzen Welt - inklusive Huawei", erklärte Konzernsprecherin Andrea Faville. Es sei nun keineswegs so, dass der chinesische Telekommunikations-Ausrüster irgendwelche Sonderrechte genießen und Zugang zu den Nutzerdaten erhalten würde. Im Gegenteil seien der Schutz von Daten und Privatsphäre ein klar geregelter Punkt in den Vereinbarungen.

Huawei steht schon länger im Visier der US-Politik, was dazu führte, dass sich das Unternehme schon vor längerer Zeit komplett vom US-Markt zurückgezogen hat. Das gilt zumindest für die Netzwerk-Systeme, die insbesondere für Mobilfunkbetreiber angeboten werden. Allerdings produziert Huawei Smartphones auf Basis der Android-Plattform und ist dabei zum drittgrößten Anbieter weltweit hinter Samsung und Apple aufgestiegen.

Huawei steht schon lange unter Beschuss:

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