Microsoft: Wir helfen garantiert nicht bei Trennung von Kindern & Eltern

Usa, Mexiko, Grenze, Border Bildquelle: Pixabay
Microsoft stellt seine Dienste nicht für Aktivitäten des US-Grenzschutzes zur Verfügung, bei denen die Familien illegaler Einwanderer getrennt werden. Das stellte das Unternehmen in einer Stellungnahme klar. Entsprechende Verdachtsmomente seien auf ein unglückliches Zusammenspiel mehrerer Faktoren entstanden. In den USA gibt es derzeit wieder einmal Protest gegen die Verschärfung der Einwanderungspolitik der Trump-Regierung. Die Behörden sorgen jetzt teilweise dafür, dass Eltern und Kinder, die an der südlichen Grenze des Landes aufgegriffen werden, getrennt werden. Die Kinder wurden anfangs in Pflegefamilien untergebracht, inzwischen aber auch in Zeltlager einquartiert, während die Eltern direkt in einem Gefängnis landen.

Microsoft geriet hier aufgrund eines Blog-Beitrags vom Anfang des Jahres unter Feuer. In diesem wird unter anderem ausgeführt, dass auch der US-Grenzschutz seine IT-Systeme mit Hilfe der Behördenplattform im Cloud-Angebot Azure modernisiert. Dabei würde unter anderem auf KI-Verfahren und darauf aufbauende Gesichtserkennungssysteme zurückgegriffen werden. Als diese Passage auch noch plötzlich aus dem Artikel verschwand, sahen viele dies als Eingeständnis an, dass Microsoft-Technologien bei der aktuellen Verschärfung an der Grenze im Einsatz sind.

Konzern fordert Richtungswechsel

Das dementierte ein Konzernvertreter nun aber. Die Löschung der Passage sei auf die falsche Entscheidung eines einzelnen Mitarbeiters zurückzuführen und man habe sie inzwischen wiederhergestellt. "Als Reaktion auf die vielen Fragen wollen wir klar sagen: Microsoft arbeitet nicht mit der Einwanderungsbehörde oder dem Grenzschutz an irgendwelchen Projekten zusammen, deren Ergebnis eine Trennung der Kinder von ihren Eltern ist", hieß es in einer Erklärung des Managements. Es gebe auch keine Anhaltspunkte, dass die fraglichen Behörden von sich aus Azure-Dienste dafür zum Einsatz bringen.

Und überhaupt: "Als Unternehmen ist Microsoft entsetzt über die zwangsweise Trennung von Kindern und Eltern an der Grenze. Die Einheit der Familie ist ein fundamentaler Grundsatz der US-Politik und Gesetzgebung seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges." Seit 20 Jahren helfe auch Microsoft mit seinen Technologien dabei, humanere Lösungen in der Einwanderungspolitik zu verwirklichen und sicherzustellen, dass Eltern und Kinder zusammenbleiben.

"Wir sollten diese großherzige Tradition fortführen, statt jetzt einen anderen Weg einzuschlagen. Wir fordern die Regierung daher auf, ihr Vorgehen umgehend zu ändern. Außerdem sollte der Kongress Regularien beschließen, mit denen sichergestellt wird, dass Kinder nicht mehr länger von ihren Familien getrennt werden dürfen", stellte man seitens des Unternehmens klar.

Microsoft und Trump werden keine Freunde mehr:

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