Nicht machbar: Rechnungshof widerspricht Deutschlands Breitband-Ziel

Telekom, Glasfaser, Vectoring, Breitband Ausbau, Super Vectoring, Einbau, Verteiler Bildquelle: Deutsche Telekom
Der EU-Rechnungshof hält es nach einer aktuellen Prüfung für wahrscheinlich, dass Deutschland nicht nur sein Breitband-Ausbauziel verfehlen wird, sondern auch den Anschluss an die Standards der anderen EU-Länder verlieren wird. Größter Kritikpunkt sind Wettbewerbsquerelen, die dem Ausbau im Wege stehen.
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Probleme, Probleme, Probleme

Dabei scheint sich Deutschland nicht gerade mit Ruhm zu bekleckern, was das Vorantreiben des Breitbandausbaus angeht. Schon mehrfach haben wir in letzter Zeit darüber berichtet, wie schlecht es um die Versorgung mit schnellen Internetzugängen in Deutschland bestellt ist. Der EU-Rechnungshof setzt mit seinem Bericht (PDF) dem ganzen jetzt noch ein Krönchen auf und mahnt an, dass das eigentliche selbstgesteckte Ziel, 50 Mbit/s bis 2018 für 100 Prozent der Bevölkerung zu leisten, mit der genutzten Technik wahrscheinlich nicht zu verwirklichen sei.

Hauptkritikpunkt ist der Einsatz von alten Kupferleitungen und dem sogenannten Vectoring, anstelle der Nutzung von Glasfaser. EU-Rechnungshof BreitbandausbauVersorgung mit 30 Mbit/s in allen Mitgliedstaaten in den Jahren 2011 und 2017

Alte Kupferleitungen

Deutschland könne so, wenn überhaupt noch, nur eine 100 prozentige Versorgung der Bevölkerung mit 30 Mbit/s bis 2020 erreichen. Damit liegt Deutschland "gleichauf" mit Ungarn, die ebenfalls Probleme beim Ausbau haben.

Kritik gab es auch für die deutschen Behörden. Diese hätten die Finanzierungslücke nicht analysiert, wodurch jetzt nicht klar ist, ob die öffentliche Förderung überhaupt genügen kann.

In Deutschland ermittelte der Hof zudem noch drei Mängel, die das Wettbewerbsumfeld beeinträchtigen:

  • Trotz einer seit mehr als vier Jahren bestehenden rechtlichen Verpflichtung den Anbieterwechsel einfach zu gestalten, lässt die Anzahl der bei der nationalen Regulierungsbehörde eingegangenen Beschwerden darauf schließen, dass der Wechsel des Breitbandanbieters für Kunden weiterhin problematisch ist, da er langwierig ist und oftmals mit einer Versorgungsunterbrechung einhergeht.
  • Eine 2015 und 2016 durchgeführte unabhängige Prüfung ergab, dass nur 12 Prozent der Nutzer die maximale Datenübertragungsrate erhielten, die in ihrem Vertrag vorgesehen war.
  • Alternative Betreiber haben sich über die Art der Dienste beschwert, die sie mittels VULA (Virtual Unbundled Local Access, zu deutsch: virtuell entbündelter lokaler Zugang) anbieten können, sowie über die Methode zur Regulierung der VectoringTechnologie. Einige Betreiber haben deshalb beschlossen, ihr eigenes Glasfasernetz zu errichten.

Download Breitbandmessung Desktop-App: Speedtest der Bundesnetzagentur Siehe auch:

Großer Internet-Vergleichs-Rechner
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