IT-Branche: Wir bekämen saubere Luft ja auch ohne Fahrverbote hin

Routing, Verkehrsschild, Wegweiser Bildquelle: Public Domain
Das Bundesverwaltungsgericht hat es heute für grundsätzlich rechtens erklärt, wenn einzelne Kommunen ein Fahrverbot für Fahrzeuge mit Diesel-Motor verhängen. So soll den ständigen Überschreitungen von Schadstoff-Grenzwerten ein Riegel vorgeschoben werden. Aus Sicht der IT-Branche wäre es aber vielmehr nötig, innovative Verkehrskonzepte voranzubringen. "Mit Fahrverboten doktert man an den Symptomen herum. Die Ursachen der Luftverschmutzung bleiben unangetastet: ein ineffizienter Individualverkehr auf Basis fossiler Energieträger", kommentierte Achim Berg, Präsident des IT-Branchenverbandes BITKOM, die Situation. Die entsprechenden Alternativen stehen im Grunde in den Startlöchern, finden aber keine optimalen Voraussetzungen vor um durchzustarten.

Wie Berg ausführte, wäre es besser, sehr schnell und konsequent auf vernetzte und intelligente Mobilität zu setzen. "In Stockholm wurden in einem Modellversuch bereits vor Jahren die verkehrsbedingten Emissionen um 20 Prozent gesenkt, indem man ein intelligentes Verkehrsmanagement-System einführte", führte er an.


Vernetzung kommt nicht von allein

In der Debatte um Alternativen zum privaten PKW werden meist nur einzelne Gegenstücke einbezogen - entweder sollen die Leute den ÖPNV oder das Fahrrad oder Car-Sharing nutzen. So sind in den letzten Monaten und Jahren durchaus diverse Bike-, Car- und Ride-Sharing-Angebote gestartet, die aber bisher nur bedingt erfolgreich sind.

Laut Berg wäre es beispielsweise zwingend erforderlich, erst einmal einige hinderliche Regelungen aus der Welt zu schaffen - was aber sicherlich diskussionswürdig ist. Die IT-Branche würde es natürlich gern sehen, dass etwa das Personenbeförderungsgesetz gelockert würde und Taxi-Konkurrenten, in denen zu prekären Bedingungen gefahren wird, endlich antreten können. Auf den Prüfstand müssten laut Berg aber auch die Rückkehrpflicht für Mietwagen mit Fahrer, das Verbot des Poolings dieser Fahrzeuge sowie auch die strikte Haltestellenbedienung im Linienverkehr, um nur einige zu nennen.

Nötig wäre es vielmehr, alle Komponenten zu einem vernetzten System zusammenzuschließen. Technisch wäre es heute - vor allem in den Städten - im Grunde kein Problem mehr, dass eine Person in einer Smartphone-App einfach angibt, wohin sie will und was eventuell transportiert werden muss, und anschließend einen Plan für die aktuell günstigste Kombination von Verkehrsmitteln gezeigt bekommt. Solche Systeme über verschiedene Anbieter hinweg kann aber nicht jede Kommune für sich aufbauen, hier wäre eine übergeordnete Steuerung und Projektplanung seitens der Politik nötig.

Siehe auch: Daimler-Vorstand: Autonome LKW bestimmt erst in ferner Zukunft Routing, Verkehrsschild, Wegweiser Routing, Verkehrsschild, Wegweiser Public Domain
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