Xbox One X im Test: Luxus in 4K - man gönnt sich ja sonst nichts

Die Hardware

Unter der Haube verspricht Microsoft ein technisches Feuerwerk und in der Tat lesen sich die Spezifikationen beindruckend. Als CPU kommt ein Custom-Prozessor von AMD mit dem Namen Jaguar Evolved zum Einsatz, dessen acht Kerne sind mit 2,3 GHz getaktet. Als GPU wird eine AMD Polaris verbaut (1,172 GHz), diese hat 40 Compute Units. Die dritte Haupt­säu­le der Hardware sind die 12 GB GDDR5-Arbeitsspeicher.

Alles zusammen leistet die Xbox One X damit sechs TeraFLOPS (Floating Point Operations Per Second). Zum Vergleich: Bei der ersten Xbox One waren es 1,3 TFLOPS. Die PS4 leistete ur­sprüng­lich 1,84 TFLOPS, die Pro-Variante kommt auf 4,2 TFLOPS.


Das Design

So spektakulär sich die Spezifikationen auf dem Papier lesen, so unspektakulär ist die Box selbst. Packt man die Konsole erstmals aus, dann bekommt man einen simplen schwarzen Kasten zu Gesicht. Das hat bereits zu so mancher Diskussion geführt: Als wir auf der Facebook-Seite von WinFuture ein erstes Unboxing-Video gezeigt haben, meinten einige, dass die Xbox One X langweilig sei und wie ein Videorekorder aus den 1980ern aussehe. Und das war nicht unbedingt als Lob gedacht.



Dem wollen wir aber gerne widersprechen, auch wenn Design immer eine Geschmacksfrage ist. Die Schlichtheit, die mancher als langweilig bezeichnet, empfinden wir als mehr als ge­lun­gen. Microsoft praktiziert hier wohl ganz bewusst so etwas wie Understatement, ganz nach dem Motto: Wir haben es angesichts der Hardware, die im Gehäuse steckt, nicht nötig, mit dem Äußeren aufzufallen.

Das mag so manchem nicht gefallen, aber Fakt ist auch, dass eine Konsole meist unter oder neben dem Fernseher landet und ohnehin nicht prominent zu sehen sein soll oder muss. Xbox One XDas externe Netzteil der ursprünglichen Xbox One ist in der Xbox One X integriert

Boa, ist die klein

Was außerdem sofort auffällt, vor allem, wenn man Besitzer der ursprünglichen Xbox One ist: Die neue X-Version ist erstaunlich klein und kompakt, zumal das Netzteil integriert ist. Die Xbox One X ist in etwa gleich groß wie die Xbox One S, hier ist aber zu bedenken, dass in die Xbox One X auch deutlich mehr Leistung "hineinpassen" muss.

Und gleich eines vorweg: Der Lüfter blieb während unserer Testsessions bisher stets er­staun­lich leise, selbst unter Last war er nur selten zu hören. Wer die Konsole aber in einem offenen Regal platziert hat (vor geschlossen sollte man sich hüten, viel Leistung bedeutet auch viel Wärmeentwicklung), der bekommt auch im 4K-Modus eine überraschend leise Hardware.
Xbox One XDie erste und die neueste... Xbox One X...Xbox One-Konsole im Vergleich

Leistung bedeutet Stromverbrauch

Die bisher leistungsstärkste Konsole aller Zeiten hat allerdings auch einen Preis, den man im laufenden Betrieb wohl zu spüren bekommt: Denn die Xbox One X braucht deutlich mehr Strom als die originale Xbox One: Bei Forza 7 konnten wir während der Fahrt (auf einer grafisch mäßig aufwändigen Strecke) eine Leistungsaufnahme von 149 Watt messen, dabei gab es recht große Schwankungen von etwa plus/minus neun Watt.

Unter den exakt gleichen Bedingungen (aber naturgemäß ohne Enhanced-Upgrade) erreichten wir 74,5 Watt und das deutlich konstanter, nämlich bei plus/minus 1,2W. Andere Spiele wie Assassin's Creed oder Middle-Earth: Shadow of War brauchten noch mehr und kamen auf durchschnittliche Werte von 175 bis 185 Watt. Auf dem nächsten Grünen-Parteitag wird die Xbox One X wohl keine lobende Erwähnung finden.

Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, wie sich die Hardware auf die Ladezeiten auswirkt, weswegen wir einen 4k-TV empfehlen und was es mit den Enhanced-Updates auf sich hat.
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