WinFuture.de Test: 10 DVB-T USB Sticks im Vergleich

21.06.2006 13:39 
MSI Mega Sky 580

Allgemeine Informationen

Für 60 Euro erhält man den Mega Sky 580 von MSI – im WinFuture.de Preisvergleich sogar für unter 40 Euro. Neben dem schicken DVB-T Stick liegt eine kleine Stabantenne sowie eine Mini-Fernbedienung bei, die man sich dank einer kleinen Bohrung sogar an das Schlüsselbund hängen kann. In gedruckter Form erhält man ein kleines Faltblatt, welches in mehreren Sprachen die Installation der Hardware erklärt. Sobald die Software installiert ist, findet man eine umfangreiche Hilfe-Funktion, die alle Features ausführlich erklärt.


Der USB-Stick ist 60 x 25 x 10 Millimeter groß und wiegt 28 Gramm. Die Antenne verfügt über einen normalen Antennenanschluss und muss deshalb mit Hilfe eines Adapters an den IEC-Connector des Receivers angeschlossen werden. Sie lässt sich auf jeder metallenen Oberfläche sicher platzieren, da in ihrem Fuß ein Magnet eingearbeitet wurde.

Als Systemvoraussetzungen nennt MSI einen Prozessor mit 800 MHz, 256 Megabyte Arbeitsspeicher sowie eine Grafikkarte mit 32 Megabyte Video-Ram. Auf dem System muss außerdem die Grafikschnittstelle DirectX 9 vorhanden sein. Als Betriebssystem muss Windows XP oder Windows 2000 verwendet werden.

Installation & Einrichtung

Die Installaltion des MSI Mega Sky 580 stellt auch für Anfänger kein Problem dar. Einfach den USB-Stick mit dem Rechner verbinden, Treiber-CD einlegen und die Installation beginnt. Dabei sucht sich Windows die notwendigen Treiber selbst von der CD – die Software muss per Hand installiert werden. Beim ersten Start von Presto! PVR startet ein kleiner Assistent, über den man den Sendersuchlauf abwickelt. Innerhalb von drei Minuten waren alle Kanäle gefunden und man kann direkt mit dem Fernsehen beginnen.

Die mitgelieferte Mini-Fernbedienung muss nicht separat installiert werden, da sich der Infrarot-Empfänger mit auf dem Stick befindet. Sie funktionierte auf Anhieb einwandfrei. Wie bereits erwähnt, kann die mitgelieferte Antenne mit Hilfe eines magnetischen Standfußes fest positioniert werden. Leider fiel uns in unserem Test auf, dass sie einen vergleichsweise schlechten Empfang bietet und viele Sender aus diesem Grund mit Bild- und Tonstörungen behaftet sind. Eine andere Antenne behob dieses Problem.

Funktionsumfang

Die Software Presto! PVR macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck, da die Oberfläche sehr übersichtlich wirkt und gut durchdacht ist. Eine Senderübersicht wird leider nicht angeboten, stattdessen kann man eine Liste mit allen verfügbaren Sendern ausklappen.

Der Electronic Program Guide (EPG) öffnet sich in einem separaten Fenster und bietet für jeden Kanal ausführliche Informationen über den Sendeplan. Leider gibt es für die einzelnen Punkte keine Beschreibungen, obwohl der Platz für diese Funktion im Fenster vorgesehen ist. Direkt aus dem EPG-Menü lässt sich eine Aufnahme programmieren, ohne Start- und Endzeit einzugeben. Die Informationen bezieht Presto! PVR direkt aus der digitalen Fernsehzeitung.

Etwas versteckt im Konfigurationsmenü findet man die Möglichkeit, Aufnahmen direkt zu planen, ohne die Daten des EPG zu nutzen. Außerdem kann jederzeit eine direkte Aufnahme mit einem Klick auf die Record-Taste gestartet werden. Die Videos landen unkomprimiert im MPEG2-Format auf der Festplatte. Timeshifting zum zeitversetzten Fernsehen funktioniert tadellos. Einfach die Pause-Taste drücken und zum fortsetzen die Play-Taste betätigen.

Die Radiosender werden ohne Probleme wiedergegeben. Leider werden keine Visualisierungen angezeigt, während die Musik abgespielt wird. Der Teletext wird in einem separaten Fenster benutzt und überraschte uns sehr. Egal welche Seite wir aufrufen wollten, sie war direkt ohne Verzögerung verfügbar.

Während der Wiedergabe des Fernsehprogramms lässt sich jederzeit ein sog. Snapshot anfertigen. Dabei handelt es sich um eine Momentaufnahme, die im JPEG-Format auf der Festplatte abgelegt wird. Die Fernbedienung bietet Tasten für alle Funktionen, die man auch via Maus und Tastatur steuern könnte. Dazu gehören das Zappen, Lautstärkeregelung und verschiedene Funktionen für die Aufnahme. Nur die Zahlentasten zum direkten Anwählen eines Senders fehlen, was sich aber positiv auf die Größe auswirkt.


Bild- & Tonqualität

Die mit dem MSI Mega Sky 580 mitgelieferte Antenne bietet trotz idealer Bedingungen keinen guten Empfang, was sich natürlich auch auf die Bild- und Tonqualität auswirkt. So kommt es in unregelmäßigen Abständen zu Bild- und Tonaussetzern. Sobald man eine andere Antenne verwendet, sind diese Störungen verschwunden. Im Allgemeinen gibt es keine Probleme bei der Audio- und Videowiedergabe. Die Umschaltzeit ist mit einer guten Sekunde sehr kurz.

Fazit

Der DVB-T USB Stick von MSI hinterlässt zusammenfassend betrachtet einen guten Eindruck. Die Software ist sehr übersichtlich und lässt sich dadurch leicht bedienen. Einige kleine Fehler trüben aber das positive Gesamtbild. So bietet die mitgelieferte Antenne nur einen schlechten Empfang. Eine Senderübersicht, mit der man sich schnell einen Überblick über das aktuell laufende Programm verschaffen kann, ist nicht vorhanden.
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Nett nett, aber ich bevorzuge dann doch lieber meine Siemens M740AV Box! :)
 
Ich finde es sehr schade das in allen gefundenen Test nie auf die Verfügbarkeit von BDA-Treibern eingegangen wird. Ich selbst hatte mir den Pixelview PlayTV 505 DVB-T gekauft,lief alles super bis zum ersten Versuch eine Mediacenter bzw. eine andere TV Software zu nutzen .... Leider wird bei dem Stick NUR die mitgelieferte Software unterstützt was in meinen Aguen das ganze recht unatraktiv macht da man doch recht große Einschränkungen hinnehmen muss. Meine Meinung ist daher, dass es wichtig gewesen wäre im Test auch darauf hinzuweisen. PS: Der Play-TV 505 ging daher gestern wieder zurück wo er her kam ...
 
Braucht ihr die noch? :D
 
find ich klasse das ihr sowas macht :-) Könnte noch mehr von sowas kommen
 
Es währe noch recht nett zu wissen, ob und welcher Stick auch mit der MCE (Windows Media Center Edition) zusammenarbeitet.
 
Sehr guter Artikel! Jetzt nur noch nen Sommer gewinsspiel wo ihr die Dinger verlost :)
 
Netter Test, aber ich habe trotzdem ein wenig Kritik. Warum testet ihr Sticks bei denen sowohl die Hardware, als auch die Software gleich sind? Des Weiteren hätte mich noch interessiert wie gut der Empfang unter schlechten Bedinungen aussieht. Wie auch immer... Das trotz 400m Luftlinie zum Sendeturm nicht alle Geräte einen perfekten Empfang besitzen, ist ein echtes Armutszeugnis. Ich persönlich habe mir vor kurzem eine Avermedia AVerTV DVB-T USB 2.0 - Box geholt (nachdem ich viele Foren gelesen habe, in denen terratec und hauppauge schlecht abgeschnitten haben). Was soll ich sagen? Einfach genial. Perfekter Empfang selbst in "etwas" schlechteren Gebieten, sehr hübsch, HDTV fähig, ausreichende Software in der alles funktioniert. Der wirklich einzige Kritikpunkt ist der, dass die Software keine einfach zu erreichende Gesamtübersicht der Sender besitzt. Ansonsten einwandfrei. Instant-Videotext, EPG über alle Sender. Problemlose Aufnahme, Wiedergabe, Timeshift etc. Meiner Meinung nach der einzige derzeit perfekte DVB-T Empfänger (Allerdings mit 89,- auch nicht der billigste Kandidat).
 
@brand10: nunja, woher konnten wir vorab wissen, dass all diese firmen den gleichen stick in einer anderen verpackung vertreiben? das wird ja leider nicht auf der verpackung angegeben :) Wir hatten auch mit avermedia kontakt aufgenommen, aber leider keinerlei rückmeldung erhalten...
 
@Nim: Haste natürlich recht. Jetzt wo Du sagst... Keine Reaktion von Avermedia? Das ist natürlich schade und spricht nicht gerade für das Unternehmen. Egal. Die Box ist Klasse :)
 
Wie sieht es denn mit den tatsächlichen Systemvorraussetzungen speziell mit dem Stick von MSI aus? Reichen die 800 MHz dann auch für Timeshifting bzw. Aufnahme?
 
Ich finds richtig cool, dass ihr so einen großen Test aufgezogen habt - das war sicher viel Arbeit. DICKES Lob!
 
Das Bild ist so nicht ganz korrekt. http://www.ueberall-tv.de/ - da gibt es mehr Details. Das Ding ist nämlich, dass in vielen Gebieten keineswegs einfach so DVB-T angeboten wird, sondern es sind verstärkte Antennen nötig. gf
 
Hab den Pinnacle für 37,47€ gekauft und bin rundum zufrieden - geringe Resourcen verbrauchend.
 
@mcbitden pinnacle hab ich auch schon mal installieren und mehrere stunden testen dürfen:Lief problemlos und gut!
 
Hat wer von euch schon Erfahrungen mit dem "Asus - My Cinema-U3000"? http://tinyurl.com/hp8wv Wird bei der Empfängersoftware (PowerCinema) auch der ganze PC so zugemüllt wie bei der Pinnacle?
 
@mailbox73d: Ich sage mal so... Wenns etwas anständiges sein soll, dann muss man bisschen tiefer in die Tasche greifen. War schon immer so. Das Asus Teil käme aus einem Grund nicht für mich in Frage: Integrierte Antenne.... Ähnlich wie beim Pinnacle... Früher oder später ärgert man sich darüber. Direkt hinter oder neben dem Notebook (je nachdem wo der USB Port sitzt) ist nämlich nicht immer eine gute Empfangsposition.
 
Schade das ihr nicht den DVB-T Stick von Easylite getestet habt. Den gibt es nämlich gerade für 39,99 € bei Plus und ich würde mir den gerne kaufen, weiss aber nicht ob der was taugt.
 
@Major König = also meine persönliche meinung zu dioesem gerät: daumen runter - ich hatte es mir schon im letzten herbst hier bei plus gekauft, hab schon ne menge euros vertelefoniert mit dem support und habs denne wieder umgetauscht - kurz gesagt: das gerät lief anfangs echt supi, nur nach der treiber inst. (und da liegt einiges im argen!!) lief nix mehr so wie es sein soll - naja - umgetauscht - knete retour und hab mir dann das teil gekauft: Avermedia AVerTV DVB-T USB 2.0 - bin sehr zufrieden damit so muss dvb-t per usb sein und auch vernüftig funktionieren :-)

ciao by kalle :-)
 
Leider macht der USB Stick unter Windows Media Version 2005 nur Systemabstürze.

 
leider steckt die technik......zumindest im süden, noch in den kinderschuhen. wie ihr schreibt, seid ihr grad mal 400meter von der antenne weg.....das bringt keinem was der nicht grad in einer großstadt mit antenne wohnt......sobald man ca. 25km luftlinie weit weg wohnt geht mit dem usb-stick nix......is für heutige zeiten wohl nicht das wahre......ich hoffe es wird in den nächsten 2 jahren besser.....
 
@derpate74 :: ich habe hier in meinem Dorf auch keinen DVB-T-Empfang, aber mit einer solchen aktiven Antenne im Fenster (http://tinyurl.com/m7np4) hole ich mir das Signal vom ca 40 km entfernten Sender ran. Diese Antennen gibt es schon unter 20 EURO.
Ich nutze den HAMA-Stick (den gabs letzten Monat im Saturn für 49,-) und bin damit voll zufrieden.
 
WOW! Ihr habt da euch eine Arbeit angetan. Aber garnicht mal so schlecht. Könnte wirklich mehr davon kommen :)
 
Wird USB 2.0 zwingend benötigt oder reicht auch das alte USB 1.1?
 
@Rainman: Es muss USB 2.0 sein.
 
Ich finde es sehr schade das in allen gefundenen Test nie auf die Verfügbarkeit von BDA-Treibern eingegangen wird. Ich selbst hatte mir den Pixelview PlayTV 505 DVB-T gekauft,lief alles super bis zum ersten Versuch eine Mediacenter bzw. eine andere TV Software zu nutzen .... Leider wird bei dem Stick NUR die mitgelieferte Software unterstützt was in meinen Aguen das ganze recht unatraktiv macht da man doch recht große Einschränkungen hinnehmen muss. Meine Meinung ist daher, dass es wichtig gewesen wäre im Test auch darauf hinzuweisen. PS: Der Play-TV 505 ging daher gestern wieder zurück wo er her kam ...
 
Bin ein wenig verwundert darüber, daß der PINNACLE Hybrid Pro Stick bei Eurem Test recht gut abgeschnitten hat. Meine eigene Erfahrung zu diesem Produkt (und Pinnacle im Allgemeinen) ist eine sehr schlechte.....
Hab' mir das Produkt gekauft, installiert (Treiber u. Software) - und los gingen die Probleme. Der Stick hat zwar die Sender brav gefunden, aber sobald ich ein gewähltes Programm sehen wollte bekam ich die Errormeldung "Kein TV Gerät zur Wiedergabe vorhanden". Was ja ziemlicher Schwachsinn ist wenn man bedenkt, daß das Gerät daß "gar nicht vorhanden ist" die Sender gefunden hat :) .
Naja, also den Pinnacle Support kontaktieren. Hat aber gar nix gebracht. Die haben nur gemeint, daß der Fehler bestimmt an meinem Rechner zu suchen ist - obwohl alle Treiber auf meinem Laptop stets aktualiert werden (bin selbst Entwickler)..... Zitat: "Na dann müssen Sie den Rechner neu aufsetzten....."

Hab' ich natürlich nicht gemacht - sondern mal einen anderen Stick angehängt - und der hat auf Anhieb fehlerfrei funktioniert. Hab's mitlerweile mit mehereren Geräten gestestet. Alle funktionieren - nur der Pinnacle Stick funktioniert einfach nicht (Hardware gecheckt und OK).
Aus meiner Erfahrung kann ich Pinnacle Produkten nur abraten. Die Hardware ist bestimmt mehr als ok - aber die Treiber und Applikationen schlicht eine Katastrophe - und der Support ist so schlecht, daß man schon fast darüber lachen muß.
Wer's nicht glaubt schaut doch einfach mal ins Pinnacle Support Forum ... unglaublich mit welchen Problemen sich dort Kunden herumschlagen müssen......
 
Die Beschreibung der Testkandidaten ist sehr gut, nur eine Bewertung "gefällt mir am besten..." ist keine objektive, nach Kriterien ausgerichtete.
Wie ein Vorposter schon anmerkte, fehlt das Fakt BDA-Treiber, um den Stick auch mit Alternativsoftware zu betreiben, was bei manchen Anbietern bitter notwendig ist, weil die mitgelieferte Software jeder Beschreibung spottet.
Ein anderer Bewertungpunkt wäre auch, ob zum reinen Betrachten eines Senders die Daten vom Tuner ständig auf die Festplatte genudelt und von dort wieder zum Display gelesen werden - einige der Anbieter verstehen unter "Viewing mode" einen permanenten Timeshift von einer Sekunde mit vielen Platten-I/Os. Andere fressen CPU-Resourcen, weil sie nur softwaremäßiges MPEG-encoding statt Hardware-encoding bieten und müllen die Platte mit MPEG1-Daten (oder gar TS) bei Aufnahmen zu.
Ob der Empfang mit der mitgelieferten Antenne einwandfrei ist, hängt immer von den örtlichen Umständen ab - mitunter ist das Signal auch zu stark oder sie sind an dieser Empfangsstelle nicht geeignet.
Ein Jahr danach sind die Preise im Keller, jetzt beste Qualität zum Preis von €20.
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